Geschlossene Mannschaftsleistung bringt nächsten Dreier

Das erste Auswärtsspiel der Saison führte uns nach Ellierode. Das Spiel war für 10:30 Uhr angesetzt und tatsächlich waren alle Spieler schon ab 9:15, bzw. bis 9:30 da. Bis dahin also schon einmal absolut Weltklasse. Das Spielertrainergespann Lobitz und Harenkamp musste den Kader wieder einmal umbauen. Während letztgenannter in diesem Spiel wieder mitwirken konnte, fiel Daniel aufgrund einer Zerrung als Libero aus, der dann wenigstens sein Traineramt das erste Mal von der Seitenlinie ausüben durfte. Libero-Ersatz Kostka strich vor der Abfahrt leider auch noch die Segel, sodass Edeljoker Sebastian Schrader kurzfristig und trotz hartem Handballtrainingslager in den Kader berufen wurde. Was für ein Einsatz! Nico Helmedach wurde dann schließlich mit der Aufgabe des letzten Mannes betraut. Der Unparteiische Leon Alleke pfiff die Partie an und erlebte eine mittelmäßige erste Halbzeit. Beide Teams kamen zu kleineren Chancen und auf jeder Seite war vielleicht ein Hochkaräter dabei. Diese wurden aber vom jeweiligen Torwart super entschärft. Mit einem 0:0 ging es in die Pause. Die Coaches hatten insgesamt nicht viel auszusetzen, spielerisch war sicherlich noch Luft nach oben, aber Einstellung, Kampf und Disziplin gegen den Ball waren wieder einmal aller ehrenwert.

In der zweiten Halbzeit musste nur der angeschlagene Spielertrainer Harenkamp ausgewechselt werden, ansonsten präsentierte sich die Weser-Reserve erstaunlich fit. Dem Gastgeber schien langsam die Luft auszugehen, während wir mehr und mehr Druck aufs gegnerische Tor bekamen. Besonders gefährlich wurde es über unsere Außenspieler oder nach langen Bällen unseres Keepers. Schließlich brach Til Schräder auf dem linken Flügel durch, ehe er dann im Strafraum von den Beinen geholt wurde. Den fälligen Strafstoß dreschte Spielmacher Christian Schrader über den Querbalken, der von den Teamkollegen aber sofort aufmunternde Worte bekam. Infolgedessen legten wir nochmal einen höheren Gang ein und nach einer “Hacke-Spitze-Tikki-Takka-Zig-Zag-Cadillac”-Kombination schlenzte Christian das Spielgerät an den Pfosten. Wenig später war es dann soweit: Ein langer Ball wird für die Abwehr unerreichbar, Florian Lindemann schnappte sich die Kirsche, spurtete auf das Gehäuse zu und schob trotz störendem Abwehrspieler überlegt ins linke Eck ein. Der als Zuschauer angereiste dauerinvalide Tobias Wellhausen sprang vor Freude so sehr aus einem Campingstuhl, dass er ihn zerstörte. Auf beiden Seiten kam es nun zu einigen Torchancen, doch die Defensive des FC Weser ließ keinen Gegentreffer zu. Es wäre wohl geflunkert, wenn man sagen würde, dass man hinten “nichts anbrennen” ließ, da der Ball auch bei uns zweimal an die Latte flog. Nichtsdestotrotz machte die Abwehr, bzw. die ganze Mannschaft einen hervorragenden Job in der Defensive und man kann das Glück (bzw. Pech für die Gegner) manchmal eben auch erzwingen. In der 83. Minute machte dann Lindemann den Sack zu, indem er aus spitzem Winkel den Ball ins Tor bugsierte. Ob´s an Florians überragender Technik, an Zauberei oder auch an irgendwelchen kuriosen physikalischen Ereignissen lag, wird man wohl nie erfahren.

Am Ende gingen wir mit 0:2 als verdienter Sieger vom Platz. Nicht nur das Ergebnis, sondern auch die Leistung des Teams stimmten das Trainerduo freundlich. Ob es nun ein Leon Kuttler war, der jeden hohen Ball mit Kopf, Rücken oder Allerwertesten weiterleitete oder ein Nico Helmedach, der jeden Ball postwendend per Volleyschuss aus der Gefahrenzone beförderte: Jeder hat mit seinen Stärken die Schwächen der anderen als Mannschaft ausgeglichen. Einzig allein die Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor lässt noch sehr zu wünschen übrig (Grüße an Tjorben). Wir möchten uns ganz herzlich bei den mitgereisten Zuschauern bedanken, sowie bei den restlichen Teilen unseres Kaders, die nicht zum Einsatz gekommen sind.

Nächste Woche haben wir bereits das Rückspiel gegen den VFB Uslar (14:30 Uhr in Uslar) und könnten mit einem weiteren Dreier gegen den direkten Konkurrenten schon sehr früh einen großen Schritt Richtung Klassenerhalt machen.