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Omar El-Zein hat im Laufe seiner Karriere schon bei vielen Vereinen gespielt - unter anderem auch bei der SVG Göttingen. Sogar in Aserbaidchan war er fußballerisch tätig. In der vergangenen Saison trug er das Trikot vom FSV Wacker Nordhausen. In der Regionalliga erzielte er in 18 Partien sechs Tore bis er sich das Innenband im Knie riss und den Rest der Saison ausfiel. Mit Gökick sprach Omar El-Zein über die abgelaufene Saison, seine aktuelle Verletzung und seine Zeit in Aserbaidchan.
Gökick: Nach nur einem Jahr in Nordhausen verlässt du Wacker wieder. Wieso hast du das Angebot des Vereins abgelehnt?
Omar El-Zein: Als ich bei Nordhausen unterschrieben habe, war schon klar, dass ich nicht lange bleiben werd. Mein Ziel war damals und ist nach wie vor alles aus meiner sportlichen Laufbahn rauszuholen und mich immer zu verbessern. Das Angebot von Wacker habe ich nicht ausgeschlagen. Ich wollte lediglich Bedenkzeit, die hat mir der Verein auch eingeräumt.
Gökick: Heißt das, dass du eventuell auch in der kommenden Saison auflaufen wirst oder ist dein Abschied fest beschlossen?
Ich bin der Meinung, man sollte niemals nie sagen. Die Möglichkeit besteht solange, wie das Transferfenster geschlossen ist bzw bis es eine konkrete Absage von Seiten des Vereins gibt oder ich mir einen neuen Verein gesucht habe.
Gökick: Im April hast du noch gesagt, dass du dich im Verein wohl fühlst und gerne bleiben willst. Wieso jetzt der Umschwung?
Es war eine lehrreiche Zeit in Nordhausen und ich bin nicht der Typ der rumjammert, wenn es mal nicht klappt. Alles hat seine positiven und negativen Seiten.
Gökick: Hast du schon einen neuen Verein für die kommende Saison?
Mein Berater Ferzen Agirman aus Hannover kümmert sich sehr gut um meine fußballerische Laufbahn. Soweit ich informiert bin gibt es so einige Angebote, aber leider noch nichts konkretes.
Gökick: Wie fällt dein Fazit der vergangenen Saison aus?
Es war für mich persönlich sicherlich mehr drin aber im großen und ganzen kann man zufrieden sein. Mit dem erreichen des fünften Tabellenplatz hat man die Qualität, die in der Mannschaft steckt sehen können.
Gökick: In 18 Spielen hast du 6 Tore erzielt. Bist du mit der Ausbeute zufrieden?
Wie bereits erwähnt, war auf jeden Fall mehr drin. Richtig zufrieden sollte man nie sein, denn dann wird man bequem und gibt sich schnell mit allem zufrieden.
Gökick: Gegen den 1. FC Magdeburg hast du dir das Innenband im Knie gerissen. Wie gehst du mit schweren Verletzungen um?
Ich bin Optimist und mein glaube an Allah gibt mir die Kraft in jedem Erschwernis das Positive zu sehen und daran ziehe ich mich dann wieder hoch. Natürlich kam diese Verletzung sehr ungünstig, aber es hätte immer schlimmer sein können. Jetzt heißt es wieder hart arbeiten und hoffen dass es hält.
Gökick: Wie verläuft der Heilungsprozess und wie lange musst du noch pausieren?
Der Heilungsprozesses läuft relativ gut. Zur Zeit bin ich in einer dual Therapie. Dass heißt neben der Physiotherapie in der Praxis „physiovitalis“ in Hattorf habe ich noch Unterstützung von Okan Aydin aus Hattorf der als mein persönlicher Trainer fungiert, dem ich auf diesem Weg auch meinen Dank aussprechen möchte.
Gökick: Vor zwei Jahren hast du dir im Trikot des SV Südharz das Kreuzband gerissen. Hast du Angst, dass eine weitere schwere Verletzung im Knie dein vorzeitiges Karriereende bedeuten könnte?
Naja, ich sage mal so, solange ich noch laufen kann will ich Fußball spielen! Ich mache mir darüber keine Gedanken und bin sehr zuversichtlich das alles gut wird.
Gökick: Verfolgst du noch die Spiele und Geschehnisse bei deinen ehemaligen Vereinen Dostluk Spor und Südharz?
Wenn wir spielfrei waren, habe ich mir manchmal Spiele von Südharz und Dostluk Spor angeschaut. Durch meinen Bruder Mohamad, der bei Dostluk spielt sowie Keven Ball und die Rahal-Brüder von Südharz, bekomme ich mit was in den Vereinen los ist. Ich bin also top informiert.
Gökick: Seit 2007 hast du bei sieben verschiedenen Vereinen gespielt. Warum hast du so häufig den Verein gewechselt?
Wenn man Ziele hat, dann versucht man alles um sie auch zu erreichen und ich denke, dass ist der Hauptgrund wieso ich so oft den Verein gewechselt habe. Manchmal waren es gute Entscheidungen und manchmal weniger gute, aber wichtig ist dass ich es versucht habe.
Gökick: Unter anderem hast du bei Standard Sumqayit in Aserbaidchan gespielt. Würdest du erneut ins Ausland wechseln?
Die Zeit in Aserbaidschan war genau so lehrreich wie jede andere Station in meinem Leben. Ich mag Herausforderungen und wenn es die Möglichkeit gibt dann wäre es auch sicherlich eine Option wieder ins Ausland zu gehen.
Gökick: Warum hast du Sumqayit nach nur einem halben Jahr wieder verlassen?
Mein damaliger Trainer, Valdas Ivanauskas, der jedem Hamburger Fußballfan sicherlich ein Begriff sein wird, wurde verpflichtet um in die Europa-Qualifikation zu kommen. Dieses Ziel haben wir leider nicht erreichen können und somit wurde der Trainer entlassen. Der neue Trainer setzte auf einheimische Spieler und dadurch wurden die „ausländischen“ Spieler kurzer Hand aussortiert , darunter auch einige Brasilianer und Portugiesen. Das war dann auch das Zeichen für mich meine Sachen zu packen und zurück zu kommen.
Gökick: Aktuell läuft die WM in Brasilien. Wer wird Weltmeister und wie weit kommt Deutschland?
Wie jeder Fußballfan weiß, ist Deutschland eine Turniermannschaft und ich traue ihr zu etwas zu erreichen, was vielleicht unmöglich scheint. Daher mein Tip: Deutschland wird Weltmeister! Ich würde mich sehr freuen, wenn sie den Pokal holen würden.
Mit Omar El-Zein sprach Gökick-Redakteur Arne Hoffschlaeger.
Fotos: Bernd Peter und Arne Hoffschlaeger.