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DAUERMEISTER SC HAINBERG III ERKLÄRT SEINE NEUE SITUATION
In der vergangenen Saison wurde die 3. Mannschaft des SC Hainberg zum wiederholten Male Meister in ihrer Staffel der 3.Kreisklasse. Dennoch verzichtete das Team auf den Aufstieg. Das stieß in der Fußballszene gelegentlich auf Unverständnis. Grund genug, die Teamverantwortlichen nach dem Gründen zu fragen. Wir erhielten Antwort in ausführlicher Form:
„Die vergangenen Jahre waren für unsere 3. Mannschaft sportlich äußerst erfolgreich. Mehrfach konnten wir die Meisterschaft feiern. Dennoch entscheiden wir uns regelmäßig dafür, das Aufstiegsrecht nicht anzunehmen.
Von außen betrachtet, kann der Eindruck entstehen, dass wir uns nicht aus unserer „Komfortzone“ bewegen wollten. Hierzu ist klarzustellen, dass wir Jahr für Jahr rege Diskussionen innerhalb unseres Teams hatten und uns am Ende gemeinsam für diesen Weg entschieden.
Der Grund dafür lag nicht in fehlenden sportlichen Ambitionen, sondern zum einen darin, dass wir eine Altherrenmannschaft sind, die lediglich am Spielbetrieb der 3. Kreisklasse teilnimmt, da es im Kreis Göttingen keine eigene Altherren-Liga gibt. Zum anderen spielte die Entwicklung unseres Kaders eine entscheidende Rolle. In den vergangenen Jahren kamen nur noch wenige neue Spieler hinzu, sodass sich das ohnehin schon deutlich höhere Durchschnittsalter weiter nach oben entwickelt hat. Gleichzeitig wurde insbesondere in den letzten ein bis zwei Jahren die Zahl der Spieler, die regelmäßig am Trainings- und Spielbetrieb teilnehmen konnten, immer kleiner. Das zeigte sich zuletzt auch ganz konkret: In der vergangenen Saison mussten wir mehrfach auf Spieler aus unseren anderen Herrenmannschaften sowie aus der A-Jugend zurückgreifen, um überhaupt genügend Spieler für den Spielbetrieb zur Verfügung zu haben. Auch ein regelmäßiger Trainingsbetrieb war kaum noch möglich; teilweise konnten wir nur noch einmal im Monat gemeinsam trainieren.
Unter diesen Voraussetzungen haben wir uns trotz des sportlichen Erfolges bewusst gegen den Aufstieg entschieden. Die Entscheidung war vor allem der Frage geschuldet, ob wir die notwendige Kaderbreite und Verlässlichkeit für eine höhere Spielklasse gewährleisten können.

Auch in diesem Jahr musste die grundsätzliche Entscheidung über einen möglichen Aufstieg bereits bis Mitte Juni getroffen werden. Zu diesem Zeitpunkt stand die spätere Neuaufstellung im Umfeld der Mannschaft noch nicht fest. Die Entscheidung wurde daher unter den damaligen Rahmenbedingungen getroffen.
Mitte Juni wurde das Organisationsteam rund um die 3. Mannschaft neu aufgestellt. Durch die neuen Impulse ist eine Dynamik entstanden, die für uns in dieser Form vorher nicht absehbar war und mit der wir ehrlich gesagt selbst nicht gerechnet hätten.
Inzwischen haben sich mehrere neue Spieler und Rückkehrer der Mannschaft angeschlossen, sodass sich die personelle Situation deutlich verbessert hat und wieder eine ganz neue Energie innerhalb des Teams entstanden ist.
Nach Ablauf der Frist und nach den ersten deutlichen Veränderungen des Kaders wurde dennoch versucht, den Aufstieg in die 2. Kreisklasse nachträglich noch zu ermöglichen. Dies war zu diesem Zeitpunkt allerdings nicht mehr möglich.
Damit haben sich auch die Voraussetzungen für die kommende Saison grundlegend verändert. Unser Ziel ist deshalb diesmal klar: Wir wollen um die Meisterschaft spielen und den möglichen Aufstieg dann am Ende auch wahrnehmen.
Dabei geht es nicht darum, andere Mannschaften zu unterschätzen oder die Meisterschaft/den Aufstieg als Selbstverständlichkeit zu sehen. Wir wissen, dass uns eine anspruchsvolle Saison erwartet und wir uns Woche für Woche beweisen müssen.
Wir freuen uns auf eine spannende Saison, viele gute Spiele und vor allem darauf, wieder gemeinsam auf dem Platz zu stehen.“
Am kommenden Freitag startet der Meister, nachdem der Vorjahres-Dritte, SG SVG Göttingen III/SC Rosdorf III, am ersten Spieltag um Verlegung bat, nun mit einem Heimspiel um 18:30 Uhr gegen den TSV Dramfeld II.
Man darf gespannt sein, ob das Team der Favoritenrolle gerecht wird.
