26.09.2019

Das Warten auf die Wolfsburger Antwort

Regionalliga Nord: Vorberichte zum 12. Spieltag

Der 12. Spieltag der Regionalliga Nord wird sicher von sehr spannenden Spielen begleitet. Das größte Interesse dürfte aber dem Heimspiel des VfL Wolfsburg II gegen den Lüneburger SK Hansa gelten. Wie hat der Titelverteidiger wohl die zwei Spiele mit nur einem Punkt verkraftet?

Von Stefan Freye

BSV Rehden – SpVgg Drochtersen/Assel (Fr., 19.30 Uhr)
Der BSV Rehden zählt zweifellos zu den formstärksten Teams der Liga, ließ er dem sensationellen 1:0 gegen den VfB Lübeck doch nun einen 2:0-Erfolg bei Hannover 96 II folgen. Als Tabellenachter darf sich der BSV deshalb auch eher nach oben orientieren. Der Gast belegt den zwölften Rang und hat nur zwei Punkte weniger gesammelt. Die nach wie
vor von großen Verletzungssorgen geplagte Spielvereinigung kassierte beim 1:2 in Flensburg dagegen die vierte Niederlage in Folge. Sie muss sich wohl oder übel erst einmal nach unten absichern – und tritt nun wohl keineswegs als Favorit an.


VfL Wolfsburg II – Lüneburger SK Hansa (Sa., 13 Uhr)
Man darf schon sehr gespannt sein, wie der amtierende Meister die vergangenen Partien weggesteckt hat. Nach dem ohnehin schon überraschenden 1:1 gegen Jeddeloh kassierte der VfL zuletzt ja eine 1:4-Niederlage in Altona. „Der Gegner hat uns vorgemacht, wie man leidenschaftlich und willensstark Fußball spielt. Für uns war das ein sehr enttäuschender Nachmittag“, kommentierte Trainer Rüdiger Ziehl die Pleite in Hamburg. Nun ist also erst recht eine Wiedergutmachung gefragt. Im LSK kommt allerdings eine der formstärksten Teams der Liga. Der Tabellenfünfte ist nach dem 2:1 gegen Holstein Kiel II seit sechs Partien ungeschlagen (5-1-0).

Hamburger SV II – VfB Lübeck (Sa., 13 Uhr)
Das tat gut: Beim 2:0 im Derby gegen Eintracht Norderstedt gelang dem HSV nach sechs sieglosen Spielen endlich wieder ein dreifacher Punktgewinn. Der 14. hat nun auch wieder den Anschluss an die Mittelfeldplätze hergestellt. Von der der Spitze grüßt dagegen der Gast aus Lübeck. Der VfB gewann das Montagspiel gegen den VfB Oldenburg mit 3:1 (Tore: Gruppe, Arslan (2) – Bytyqi) und zog am zuletzt schwächelnden VfL Wolfsburg II vorbei auf Rang eins. Der HSV steht wohl vor einer echten Bewährungsprobe.

SC Weiche Flensburg – SSV Jeddeloh (Sa., 13.30 Uhr)
Drei Siege aus den vergangenen vier Partien – es läuft für den Tabellendritten Weiche Flensburg. Der Tabellendritte ist nach den Patzern der Spitzenteams aus Lübeck und Wolfsburg auch wieder dran an der Konkurrenz, wird lediglich durch einen bzw. zwei Punkte von der Spitze getrennt. Nun möchte Weiche das neue Gedränge auf den ersten Plätzen der Liga natürlich mit einem Heimsieg erhalten. Allerdings: Der SSV kletterte zuletzt deshalb auf den zehnten Rang, weil er fünf Spiele (2-3-0) nicht mehr verloren hat. Ihm gelang erst am vergangenen Spieltag ein überzeugender 3:0-Heimsieg über den HSC Hannover.

SV Werder Bremen II – Eintracht Norderstedt (Sa., 14 Uhr)

Den Grün-Weißen (4.) gelang beim 3:2 in Havelse der vierte Sieg in Folge und zugleich das sechste Spiel ohne Niederlage. „Die Mannschaft kann aus diesem Spiel sehr viel mitnehmen. Dennoch muss man auch sagen, dass Havelse einen Punkt verdient gehabt hätte“, meinte Werder-Coach Konrad Fünfstück ehrlich nach dem letzten Erfolg. Der Sieg in Havelse unterstrich einmal mehr, dass eine Serie nicht selten auch für das nötige Glück sorgt. Mit einer Serie kann die Eintracht schon angesichts des 0:2 gegen den HSV II nicht dienen. Der Tabellenelfte hat allerdings 13 Punkte gesammelt und damit unter Beweis gestellt, dass er an guten Tagen durchaus mithalten kann. Vielleicht auch in Bremen?

Holstein Kiel II – Heider SV (So., 14 Uhr)
Der Einstand war erfolglos: Nachdem Ole Werner zu den Profis befördert worden war, hatten seine Assistenten Fabian Raue und Nicola Soranno in Kiel übernommen – und das Spiel beim LSK mit 1:2 verloren. Nun unternimmt Holstein II (6.) im Heimspiel gegen den Aufsteiger also einen neuen Anlauf. Im Heider SV kommt der 16., und das sorgt sicher nicht gerade für große Furcht beim Gastgeber. Allerdings scheint der Gast mittlerweile angekommen zu sein in der neuen Liga. Nach drei Unentschieden in Folge verlor der HSV zwar mit 0:1 gegen Halvelse. Beim 2:0 gegen St. Pauli II gelang zuletzt aber der zweite Saisonsieg.

FC St. Pauli II – TSV Havelse (So., 14 Uhr)
Zu Wochenbeginn hatte Joachim Philipkowski noch einmal Ruhe eingefordert: „Wir dürfen nicht die Nerven verlieren.“ Der erfahrene Trainer des FC St. Pauli weiß, dass sein junges Team eine Anlaufzeit benötigt und schon bald erfolgreichere Auftritte abliefern wird. Nach der 0:2-Niederlage in Heide warten die Hamburger jedoch seit sieben Partien auf einen Sieg und belegen einstweilen den 18. Rang der Liga. Der TSV belegt dagegen einen guten siebten Rang, blieb beim unglücklichen 2:3 gegen Werder II am Wochenende aber auch sieglos. Beim 1:6 im Test gegen den Zweitligisten Hannover 96 am Dienstag übrigens auch – aber das vermochte nun wirklich niemanden zu überraschen.

VfB Oldenburg – Hannover 96 II (So., 15 Uhr)
Beim 1:3 in Lübeck am Montag wurde er eingewechselt, gab also sein Punktspieldebüt. Womöglich greift Ex-Profi Jan Rosenthal nun auch gegen 96 II ins Geschehen ein. Sicher ist, dass der 33-Jährige, einst im Trikot von Hannover 96, Eintracht Frankfurt und dem SC Freiburg, mit seiner Routine ein Gewinn für den Tabellenneunten aus Oldenburg sein soll. Der Gast wartet nach dem 2:2 gegen den HSC Hannover im Nachholspiel am Mittwoch (Tore: Eidtner, Hadzic – Kasumovic, Kiene) seit drei Partien auf einen Sieg (0-2-1). Er tritt nun als 13. zum Spiel in Oldenburg und zum Wiedersehen mit Rosenthal an.

HSC Hannover – Altona 93 (So., 15 Uhr)
Das 2:2 bei 96 II war bitter, fiel der Ausgleich doch erst in der Schlussphase. Die Punkteteilung bringt den HSC auch nicht entscheidend weiter. Der 17. feierte zuletzt zwar das ein oder andere Unentschieden, landete bislang jedoch nur einen Saisonsieg. Im Duell mit dem Mitaufsteiger aus Hamburg soll nun natürlich der zweite Dreier folgen. Allerdings tritt der Gast mit einem 4:1 über den VfL Wolfsburg II im Rücken an – der 15. wird zweifellos über viel Selbstbewusstsein verfügen. Es ist also alles angerichtet für ein spannendes Duell.

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