SECHS KREISPOKALSFINALS AM KOMMENDEN WOCHENENDE AM SANDWEG UND IN EISDORF

Wenn am Wochenende die Kreispokal-Endspiele ausgetragen werden, geht es für viele Nachwuchs- und Herrenteams um weit mehr als nur einen Pokal. Es geht um eine Saison voller Arbeit, um Erinnerungen und um die Chance, sich mit einem Titel zu belohnen. Den Auftakt bilden am Samstag, 20. Juni, die Junioren-Endspiele im KRÜGERPARK am Sandweg. Einen Tag später stehen in Eisdorf die beiden Endspiele im Krombacher Kreispokal der Herren auf dem Programm.

FC Eintracht Northeim – 1. SC Göttingen 05 (D-Jugend, 10 Uhr)

Gesucht wird der Nachfolger des Vorjahressieger 1. SC Göttingen 05.

Der FC Eintracht Northeim geht als Kreismeister und damit als Favorit in das D-Jugend-Finale. Die Northeimer haben bereits die Meisterschaft gewonnen und kämpfen nun um das Double. Der 1. SC Göttingen 05 beendete die Kreisliga auf Rang drei.

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Auch die direkten Vergleiche sprechen für den Kreismeister. In Göttingen gewann der FC Eintracht Northeim mit 1:0, auch das Heimspiel entschied die Mannschaft mit 3:2 für sich. Im Halbfinale setzte sich Northeim mit 5:2 gegen die zweite Mannschaft des 1. SC Göttingen 05 durch. Die Göttinger erreichten das Endspiel durch einen 4:0-Erfolg bei der zweiten Mannschaft des SC Hainberg. Trotz der Favoritenrolle der Northeimer dürfte die Vorfreude auf ein spannendes Endspiel groß sein.

JSG Münden – JFV West Göttingen (C-Jugend, 12 Uhr)

Gesucht wird der Nachfolger des Vorjahressieger JFV Rosdorf.

Der JFV West Göttingen reist als Kreismeister zum Finale an und hat die Chance, das Double perfekt zu machen. Die JSG Münden belegte in der Meisterrunde der Kreisliga den fünften Platz.

Die bisherigen Duelle verliefen eindeutig. Der JFV West Göttingen gewann das Hinspiel in Gimte mit 4:0 und setzte sich im Rückspiel in Elliehausen sogar mit 11:0 durch. Auch die Halbfinals unterstrichen die Stärke der Göttinger. Während die JSG Münden mit einem 2:1-Erfolg bei der JSG Radolfshausen/Eichsfeld das Endspiel erreichte, gewann der JFV West Göttingen beim SV Rhume-Oder deutlich mit 6:0. Alles spricht für die Göttinger, doch Pokalspiele haben bekanntlich ihre eigenen Gesetze.

JSG Radolfshausen/Eichsfeld – JSG Reinhardshagen/Bonaforth (B-Jugend, 14.30 Uhr)

Gesucht wird der Nachfolger des Vorjahressieger Bovender SV.

Die JSG Radolfshausen/Eichsfeld sicherte sich in dieser Saison die Vizekreismeisterschaft hinter dem JFV Eichsfeld. Die JSG Reinhardshagen/Bonaforth beendete die Meisterrunde auf Rang fünf.

In den Ligaduellen hatte die Mannschaft aus dem Eichsfeld die Nase vorn. Das Heimspiel in Ebergötzen gewann sie mit 3:1, das Rückspiel in Reinhardshagen endete torlos. Entsprechend geht die JSG Radolfshausen/Eichsfeld mit leichten Vorteilen in das Finale.

Besonders beeindruckend war der Weg ins Endspiel. Im Halbfinale setzte sich die Mannschaft überraschend mit 4:2 nach Elfmeterschießen beim Meister JFV Eichsfeld durch. Die JSG Reinhardshagen/Bonaforth zog durch ein 2:1 gegen den Bovender SV ins Finale ein.

JSG Hoher Hagen/Lindenberg Adelebsen – SCW Göttingen (A-Jugend, 17 Uhr)

Gesucht wird der Nachfolger des Vorjahressieger SG Weratal.

Auf dem Papier scheint die Ausgangslage eindeutig. Die JSG Hoher Hagen/Lindenberg Adelebsen wurde Vizemeister hinter der JSG Münden. Der SCW Göttingen musste sich mit dem letzten Platz der Meisterrunde begnügen und sammelte lediglich drei Punkte aus zwölf Spielen.

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Auch die direkten Vergleiche sprechen klar für die Mannschaft aus dem Süden der Region. In Jühnde gewann die JSG mit 6:1, in Weende folgte sogar ein 8:0-Erfolg. Deshalb geht die JSG Hoher Hagen/Lindenberg Adelebsen als klarer Favorit in das Finale.

Doch der Pokal hat dem SCW Göttingen bereits einmal eine besondere Bühne geboten. Im Halbfinale gelang mit dem 3:2-Erfolg bei der JSG HarzTor/Neuhof eine Überraschung, nachdem die Gastgeber acht Tage zuvor in der Liga noch mit 6:1 gewonnen hatten. Die JSG Hoher Hagen/Lindenberg Adelebsen zog durch ein 3:0 gegen die JSG SVG/RSV/SCW ins Endspiel ein.

Eisdorf im Mittelpunkt des Kreispokal-Wochenendes

Am Sonntag, 21. Juni, folgen die beiden Endspiele im Krombacher Kreispokal auf dem Sportplatz Im Borntal in Eisdorf. Der Austragungsort wurde nicht ohne Grund gewählt: Der FC Eisdorf feiert in diesem Jahr sein 75-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass vergab der Verband die Endspiele in die Gemeinde Bad Grund.

Neben den Pokalen warten auf die Sieger erneut die traditionellen Bierspenden der Krombacher Brauerei. Der FC Eisdorf bittet Zuschauer, die mit dem Auto anreisen, den Parkplatz hinter dem Sportplatz zu nutzen und nicht entlang der Frankfurter Straße zu parken.

Sparta Göttingen II – SG Westdörfer (Finale 2. und 3. Kreisklasse, 11.30 Uhr)

Gesucht wird der Nachfolger des Vorjahressieger 1. FC Gimte.

Für Sparta Göttingen II bietet sich die Chance auf eine perfekte Saison. Die Mannschaft reist als Meister der 2. Kreisklasse Süd an und kann mit einem Sieg das Double gewinnen. Für Trainer Sören Karkossa wird es zugleich das letzte Spiel an der Seitenlinie der Reserve sein.

Die SG Westdörfer von Trainer Chris Behrens beendete die Saison auf Platz vier. Die bisherigen Duelle gingen allerdings klar an Sparta Göttingen II. Sowohl das Hinspiel beim 4:1 als auch das Rückspiel in Mengershausen beim 4:0 gewann der Meister deutlich.

Auch der Weg ins Finale spricht für die Göttinger. Sparta Göttingen II setzte sich im Halbfinale mit 4:0 bei der dritten Mannschaft des RSV Geismar durch. Die SG Westdörfer benötigte dagegen ein Elfmeterschießen, um sich mit 4:3 bei der SG TSV Eintracht Wulften/FC Lindau II durchzusetzen. Die Favoritenrolle liegt damit bei Sparta Göttingen II, doch Endspiele folgen oft ihren eigenen Regeln.

SG Radolfshausen/Krebeck – TSV Holtensen (Finale Kreisliga und 1. Kreisklasse, 15 Uhr)

Gesucht wird der Nachfolger des Vorjahressieger RSV Geismar II.

Das letzte Endspiel des Wochenendes verspricht besondere Geschichten. Für Christian Nitsche endet seine Zeit bei der SG Radolfshausen/Krebeck. Künftig wird er den Bezirksligisten SG Niedernjesa trainieren. Auf der Gegenseite steht mit Enrico Weiß ebenfalls ein Trainer, der in der kommenden Saison in der Bezirksliga aktiv sein wird, allerdings mit seinem TSV Holtensen.

Die Rollen scheinen klar verteilt. Die SG Radolfshausen/Krebeck wurde Achter der 1. Kreisklasse Nord, während der TSV Holtensen als Vizemeister der Kreisliga den Aufstieg in die Bezirksliga feierte. Damit geht der TSV als Favorit in das Endspiel.

Dennoch sollten die Eichsfelder keinesfalls unterschätzt werden. Im Halbfinale sorgte die Mannschaft mit einem 2:0-Erfolg beim Kreismeister VfL Olympia Duderstadt für eine der größten Überraschungen des Wettbewerbs. Beide Treffer erzielte Torjäger Marius Münter, der die Saison mit insgesamt 21 Toren abschloss.

Der TSV Holtensen musste auf dem Weg ins Finale deutlich mehr zittern. Beim FC Gleichen setzte sich die Mannschaft erst mit 6:5 nach Elfmeterschießen durch. Gefährlichster Angreifer der Holtenser ist Romano Weiß, der in der Kreisliga 18 Treffer erzielte.

Damit treffen zwei Mannschaften aufeinander, die ihre Qualitäten bereits eindrucksvoll bewiesen haben. Der TSV Holtensen bringt die bessere Ligabilanz mit, die SG Radolfshausen/Krebeck dagegen das Selbstvertrauen eines echten Pokalschrecks.