Northeim. Der Sparkasse&VGH Cup in Göttingen wirft seine Schatten voraus. Bevor es am Donnerstag ernst wird, stellten sich JFV Northeims Trainer Michael Fraenkel und der dreimalige Torschütze aus dem Vorjahr Arigon Dacaj unseren Fragen. Dabei sprachen sie über Ziele, intensive Vorbereitung und wem aus dem Kreis sie noch die Zwischenrunde zutrauen.

Hallo Michael, Hallo Arigon! Am Donnerstag kehrt ihr in die Lokhalle zurück. Was macht diesen Moment so besonders für euch?

Arigon: „Es ist ein tolles Gefühl. Die Atmosphäre ist atemberaubend dort. Vor allem auf dem Platz stehen zu dürfen ist einfach geil.“

Michael: „Ich war letztes Jahr als Zuschauer dabei und empfand die Atmosphäre als unglaublich. 3000 Zuschauer in der Lokhalle. Und dieses Jahr als Trainer mit der U19 teilzunehmen, empfinde ich als Ehre aber auch Herausforderung.“

Wie intensiv habt ihr euch auf den Cup vorbereitet?

Michael: „Die 5 Wochen Vorbereitung waren wirklich intensiv. Drei Trainingseinheiten die Woche und ingesamt 6 Turniere. Mehr ging kaum, da die Jungs zum größten Teil ja auch noch zur Schule gehen.“

Arigon: „Intensive Trainingseinheiten und viele Turniere haben uns sehr gut auf dieses große Ereignis vorbereitet.“

Michael, worauf hat das Trainerteam den Schwerpunkt gelegt und wie zufrieden bist du mit dem Verlauf?

Michael: „Wir haben von Anfang an versucht, unsere Idee und Philosophie vom Hallenfussball zu vermitteln. Verschiedene Systeme einstudiert um den Faktor Zufall weitestgehend auszuschließen. Wir wollten auf alle Eventualitäten vorbereitet sein. Das das beim Fussball nicht zu 100% möglich ist, war uns jedoch bewusst. Davon lebt der Fussball ja auch. Nicht alles ist planbar und eine Einzelleistung kann mitunter über Sieg oder Niederlage entscheiden.“

Arigon, wie lief die Vorbereitung für dich und was hast du für einen Eindruck in welcher Verfassung ihr euch befindet?

Arigon: „Eigentlich sehr gut, auch wenn ich phasenweise leicht verletzt war. Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir in diesem Turnier Großes erreichen könnten, wenn wir denn alles aus uns rausholen. Wir müssen dafür alle an einem Strang ziehen.“

Hast du dir ein persönliches Ziel gesetzt?

Arigon: „Ja, besser zu spielen als letztes Jahr und möglichst gut mit der Mannschaft abzuschneiden.“

Michael, welche Ziele habt ihr euch als Mannschaft gesetzt?

Michael: „Sportlich wollen wir in die Zwischenrunde. Das ist unser Anspruch und dem wollen wir gerecht werden. Mit Sparta Göttingen haben wir einen starken Gegner in der Gruppe, den es zu schlagen gilt. Abseits des Platzes wünsche ich mir ein ähnlich positives Auftreten des Teams wie im vergangenen Jahr.“

Was macht euch denn dieses Jahr noch besser, als im erfolgreichen letzten Jahr?

Michael: „Ob wir wirklich besser sind, kann man wohl erst nach dem Turnier sagen. Wir haben dieses Jahr einen größeren Kader und sind auch qualitativ sehr gut aufgestellt. Wir haben in der Vorbereitung immer mit einer ordentlichen Anzahl von Spielern arbeiten können.“

Arigon: „Sowohl der ältere- als auch der jüngere Jahrgang sind heiß auf den Cup. Allerdings weiß ich nicht, ob wir das was wir im letzten Jahr geschafft haben, wiederholen können.“

Michael, ihr habt beim eigenen Turnier in Blöcken gespielt. Dürfen wir das auch in der Lokhalle erwarten?

Michael: „Die Wahrscheinlichkeit ist sehr hoch, jedoch muss man schauen, wie sich jedes Spiel entwickelt. Da sind wir flexibel.“

Warum gewinnt der JFV Northeim gegen seine regionalen Gruppen Konkurrenten?

Arigon: „Weil wir als Mannschaft sehr gut zusammenspielen können WENN wir alle das selbe Ziel erreichen wollen und nicht jeder versucht seine eigenen Interessen zu verfolgen. Darüber hinaus haben wir sehr begabte Leute mit hoher individueller Klasse in unseren Reihen, weshalb wir gegen unsere regionalen Konkurrenten gewinnen werden.“

Michael: „Weil wir uns hervorragend auf das Turnier vorbereitet haben und viele Spieler mit Lokhallenerfahrung im Kader haben. Wir vertrauen den Jungs, denn sie haben absolut das Potential die Zwischenrunde zu erreichen. Sie müssen es „nur“ abrufen.“

Aus dem Landkreis nehmen vier Mannschaften teil. Wie seht ihr die Chancen der anderen drei, die ja alle in einer Gruppe spielen?

Michael: „Über Hardegsen kann ich nichts sagen. Nörten war bei unserem eigenen Turnier und hat mich positiv überrascht. Wenn sie über das Kollektiv kommen traue ich ihnen die Zwischenrunde zu. Schonungen hatten wir in Dransfeld als Gegner. Dort wussten sie nicht so recht zu überzeugen, aber wer weiß was beim Cup passieren wird.“

Arigon: „Wir sind ganz auf uns fokussiert, so dass es mir schwer fällt, die Chancen der anderen Teams einschätzen zu können. Gegen Nörten und Schoningen haben wir in Vorbereitungsturnieren gespielt, aber das heißt nicht viel.“

Gibt es ein Spiel auf das ihr euch besonders freut?

Michael: „Das erste Spiel direkt gegen AZ Alkmaar wird sicherlich direkt ein Highlight. Mit einem guten Ergebnis können wir evtl. den Grundstein für das Erreichen der Zwischenrunde legen.“

Arigon: „Ich persönlich freue mich auf alle Spiele vor dieser Kulisse. Aber gegen AZ Alkmaar besonders.“

Und natürlich die Frage: Wer gewinnt den Cup?

Arigon: „Ganz klar Austria Wien.“

Michael: „Ich sehe die letztjährigen Finalisten Austria Wien und FC Schalke 04 auch dieses Jahr wieder ganz vorne mit dabei. S04 hat letzte Woche den Mercedes-Cup in Sindelfingen gewonnen, was schon eine Hausnummer ist.Gespannt bin ich auf den Auftritt des VFL Wolfsburg. Festlegen auf einen Sieger kann ich mich aber nicht.“

Vielen Dank und alles, alles Gute in der Lokhalle!

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(mo)