Der TSV Langenholtensen ist ein Verein mit großer Tradition und langer Vergangenheit. So kann man rückblickend einige sportliche Erfolge vorweisen. Besonders die Tischtennisabteilung hat sich dabei in den vergangenen Jahren einen Namen gemacht. 1999 gelang unter anderem der Aufstieg in die Tischtennis-Herren-Oberliga (vierthöchste deutsche Spielklasse). Aktuell spielt die erste Herrenmannschaft in der Bezirksoberliga. Im Fußballbereich hatte der TSV in den 80er Jahren seine erfolgreichste Zeit und konnte mehrere Spielzeiten auf Bezirksebene spielen. In den vergangenen Monaten gab es viel Unruhe, was personelle Veränderungen zur Folge hatte. Wir sprachen mit dem neuen ersten Vorsitzenden Oliver Jakobeit über die aktuelle Situation in Langenholtensen.

Oliver, Du bist Spitzenspieler der ersten Tischtennismannschaft und nun auch noch erster Vorsitzender des Gesamtvereins. Freust Du Dich auf Deine Doppelfunktion?

„Ja ich freue mich auf meine neue Aufgabe. In den vergangenen Wochen kam bei vielen der Wunsch auf, dass sich im Verein etwas ändert. Wenn man eine Veränderung möchte, muss man jedoch eine Alternative bieten. Ich nehme die Herausforderung zusammen mit meinen Vorstandskollegen daher gerne an. Besonders wichtig ist uns zukünftig die Teamarbeit sowohl innerhalb des Vorstandes, als auch im Gesamtverein.“

Wie setzt sich der neue Vorstand zusammen?

„Peter Schirmer, der dem Fußballbereich sehr vertraut ist, ist neuer zweiter Vorsitzender. Christian Binnewies wird zukünftig als Kassenwart fungieren und Burkhard Müller-Salskarn den Posten des Schriftführers übernehmen. Beide kommen wie ich aus dem Tischtennisbereich. Weitere Vorstandsposten sind derzeit nicht geplant.“

Für Außenstehende war der Führungswechsel überraschend. Wie kam es dazu?

„Es gab auf der Jahreshauptversammlung einige Diskussionen über verschiedene Themen zwischen dem ehemaligen Vorstand und den Vereinsmitgliedern. In Folge dieser Diskussionen hat der Vorstand dann während der Versammlung offiziell seinen Rücktritt bekannt gegeben.“

Mit welchen Zielen beginnst Du Deine Aufgabe und worauf wird in Zukunft der Fokus liegen?

„Wir möchten zunächst einmal großen Wert auf unsere Jugendarbeit legen. Mit Fußball, Tischtennis oder Kinderturnen sind wir hier bereits gut aufgestellt. Diese Sparten sollen bestehen bleiben und noch weiter verbessert werden. Die Kinder sollen die Möglichkeit haben, vor Ort ihren Sport betreiben zu können. Des Weiteren soll der Breitensport des Vereins unsere Unterstützung bekommen, wie das Männer- oder Damenturnen. Auch in diesem Bereich wollen wir uns noch weiterentwickeln und das Angebot erweitern. Natürlich liegt es auch in unserem Interesse eine schlagkräftige Herren-Fußballmannschaft zu haben. Wir werden hierbei aber immer die Interessen des Gesamtvereins berücksichtigen und versuchen im Wohle aller Mitglieder zu handeln. Hierbei ist es uns sehr wichtig möglichst viele Dorfbewohner und ehemalige Mitglieder wieder für den Verein zu begeistern und eine Art Identifikation zu schaffen. Wir wollen, dass der TSV wieder ein Teil des ganzen Dorfes wird.“

Wenn wir auf den Fußballbereich blicken, fallen einige Ereignisse während der Winterpause auf. Zunächst sollen einige Spieler ihren Abschied zum Saisonende angekündigt haben, kurze Zeit später wurde Walter Brieß als Trainer entlassen. Wie ist dort die aktuelle Situation?

„Walter Brieß wird bis zum Saisonende Trainer der Mannschaft bleiben, worüber ich persönlich sehr froh bin. Wir sind uns bereits grundlegend einig und werden dies demnächst auch schriftlich fixieren. Nach den Gesprächen mit Walter Brieß und der Mannschaft kann ich, entgegen anders lautender Gerüchte, sagen, dass das Verhältnis zwischen Trainer und Mannschaft absolut in Ordnung ist. Die Spieler, die uns zum Ende der Saison verlassen möchten, haben sich bereit erklärt die Rückserie in Langenholtensen weiter zu spielen. Jeder Spieler, der uns nach der Saison verlassen möchte, wird die entsprechende Freigabe bekommen.“

Wie groß ist der Kader momentan?

„Vier Spieler haben uns während der Winterpause verlassen, sodass wir mit einem Kader von ca. 16 Spielern in die Rückrunde gehen. Natürlich denken wir auch jetzt schon an die nächste Serie und stehen mit mehreren Spielern in Kontakt, von denen uns einige bereits ihre Zusage gegeben haben.“

In der Vergangenheit gab es Gerüchte, dass Langenholtensen die Jugendspielgemeinschaft (JSG Nord-Kicker) mit der SG Denkershausen/Lagershausen und dem TSV Imbshausen auflösen möchte. Wie sehen die Pläne dort aus?

„Wir wollen die JSG definitiv aufrechterhalten und hoffen auf eine weiterhin gute Zusammenarbeit mit unseren Partnervereinen. Es gab bereits den ersten Kontakt mit den anderen Vorständen, genaue Gespräche werden demnächst folgen. Im G-Jugendbereich kooperieren wir als JSG Nord-Kicker seit dieser Saison mit dem SV Höckelheim. Hier gibt es Überlegungen dies zur nächsten Saison um die F-Jugend zu erweitern. Wie ich eingangs schon erwähnt habe: Eine erfolgreiche Jugendarbeit ist uns sehr wichtig. Wir wollen den Kindern die Möglichkeit geben in einer Fußballmannschaft zu spielen. Der Gedanke, wo die Kinder angemeldet sind oder wo sie später mal in der Herren spielen könnten, spielt dabei überhaupt keine Rolle.“

Wir bedanken uns bei Oliver Jakobeit für seine offenen Worte und wünschen dem TSV Langenholtensen für die Zukunft alles Gute.

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