Werbung
Hier könnte eure Werbung stehen!
Jetzt Kontakt aufnehmen
Was für eine Karriere! Im Jahr 1989 spielte Josef (Joe) Zinnbauer als Spieler der SVG Göttingen in der Oberliga, damals die dritte Liga des Spielbetriebs des DFB. Einige SVG-Urgesteine oder Göttinger Fußballfans können sich noch an den 1,81 Meter großen Mittelfeldspieler vom Sandweg erinnern. Nun sitzt, wie die Bild-Zeitung heute meldete, der 44-jährige Joe Zinnbauer am kommenden Bundesliga-Spieltag gegen Bayern wohl auf der Bank des HSV. Zinnbauer coacht aktuell den Tabellenführer der Regionalliga, die U23 der Hamburger.
Joe Zinnbauer kam aus dem Fränkischen Wendelstein nach Göttingen, wo er auch studierte. Damals fiel er noch nicht durch überragendes Talent auf. Später führte ihn eine Odyssee als aktiver Spieler unter anderem nach Karlsruhe (Bundesliga ohne Einsatz) und Mainz. Er absolvierte sogar einige Zweitliga-Spiele 1995 für die 05er. Schon während seiner Spielerkarriere gründete er ein eigenes Finanzberatungsunternehmen und eine Spielerberatungsagentur, die ihm – so wird in Fußballkreisen erzählt – ein finanziell sorgenfreies Leben bescheren sollten.
Als Trainer begann seine Karriere beim VfB Oldenburg in der Niedersachsenliga. Ausgerechnet die Harzer aus Goslar verhinderten allerdings Zinnbauers Aufstieg in die Regionalliga. Seit 2010 war er nach einem Praktikum beim KSC Co-Trainer, wo er zunächst mit Rainer Scharinger und später mit Jörn Andersen zusammenarbeitete. Später übernahm er als Chef die Regionalliga-Mannschaft des KSC. Seit Saisonbeginn ist Zinnbauer Trainer der U23 des HSV und am kommenden Sonnabend gegen die Bayern vielleicht sogar der neue Cheftrainer der Bundesliga-Mannschaft!
Von seinen Kameraden in Göttingen wurde Joe Zinnbauer nur „Mister Orly“ nach seiner Vorliebe für eine Northeimer Diskothek, die es heute nicht mehr gibt, genannt. Das erzählte uns Kirjan Krauß, mit dem er einst bei der SVG Göttingen kickte.
Foto: Karlsruher SC