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Der Niedersächsische Fußballverband (NFV) geht beim Thema eFootball den nächsten Schritt. Nach dem 1. eFootball-Cup mit 64 Vereinen zu Beginn des Jahres in Barsinghausen, der Publizierung eines eFootball-Ratgebers für Vereine sowie der Ernennung von eFootball-Beauftragten in allen NFV-Kreisen als kooptierte Mitglieder der Kreisspielausschüsse folgt jetzt der Startschuss für den sportlichen Wettbewerb an der Konsole. Bis Ende dieses Jahres sollen in allen 33 NFV-Kreisen – von der Nordseeküste bis zum Harz – eFootball-Kreismeisterschaften nach einheitlichen Standards ausgetragen werden.
Die besten Teams aus den Kreisen qualifizieren sich schließlich für die 2. eFootball-Niedersachsenmeisterschaft, die im Januar 2020 in der Landeshauptstadt Hannover stattfinden wird.
An den Kreismeisterschaften teilnehmen können alle Fußballvereine des jeweiligen NFV-Kreises. Jeder Verein kann bis zu zwei 2er-Teams melden. Das Teilnehmeralter ist kreisübergreifend auf mindestens 18 Jahre begrenzt. Zudem muss ein Spieler jedes Teams registriertes Mitglied im meldenden Verein sein und einen aktiven NFV-Spielerpass besitzen. Turnieranmeldungen können darüber hinaus ausschließlich vom Verein (nicht von Spielern selbst) abgegeben werden. Ist die Anzahl von Anmeldungen höher als die Zahl der Startplätze bei einem Turnier, wird das Teilnehmerfeld per Los ermittelt.
Zum Hintergrund
Der Begriff eFootball bezeichnet den sportlichen Wettkampf zwischen Menschen in Fußball-Simulationen an Spielekonsolen (PlayStation/Xbox) oder am Computer. eFootball kann als Individual- oder Mannschaftssport gespielt werden. Möglich ist das offline und online. Alle NFV-Kreismeisterschaften werden jedoch im Offline-Modus ausgetragen. Sprich: Die Spieler müssen am gleichen Ort spielen.
Unter eSports werden Spiele und Genres zusammengefasst, etwa Ego-Shooter, die der NFV als für ihn relevante Inhalte ablehnt. Um auf die für den Fußball tatsächlichen Inhalte von eSports hinzuweisen und sich von brutalen und gewaltverherrlichenden Spielen abzugrenzen, hat sich der NFV mit dem DFB bei der Begrifflichkeit für eine klare Trennung ausgesprochen. Der NFV möchte keine Spiele fördern, in denen mit etwas anderem als Fußball geschossen – deshalb eFootball.
Das Interesse von Spielern und Vereinen nach einem digitalen Angebot ist auffällig hoch. Die Resonanz für den 1. NFV-eFootball-Cup im Januar 2019 hat diesen Eindruck nur bestätigt. In nur vier Wochen hatten sich fast 200 NFV-Vereine für nur 64 Startplätze beworben. Grundsätzlich steht das NFV-Engagement im eFootball aber nicht in Konkurrenz zum Kerngeschäft, dem „echten“ Fußball. Vielmehr soll es interessierten Vereinen eine Ergänzung ihres Angebots ermöglichen.

