Der Regionalligist VfV Borussia Hildesheim hat die nach der guten Vorbereitung und dem noch besseren Auftakt gegen den FC Eintracht Northeim beim Oberliga-Aufsteiger SVG Göttingen aufkeimenden Hoffnungen auf ein Weiterkommen im Niedersachsenpokal mit einer starken Leistung erstickt. Mit einem jederzeit verdienten 2:0 (2:0)-Sieg zeigte der Regionalliga-Aufsteiger dem Oberliga-Aufsteiger die Grenzen auf und ließ nach den zuletzt gezeigten Leistungen wieder Realität am Sandweg einkehren. Das Team von Trainer Knut Nolte erreichte in weiten Phasen der zweiten Halbzeit Gleichwertigkeit und hatte auch am Mittwoch gute Szenen. Doch der Gegner war an diesem Tage in puncto Physis und Taktik einfach eine Klasse zu gut. Dennoch erlebten die etwa 550 Zuschauer am Sandweg für zwei Spiele den Hauch großen Fußballs und das bereitete vielen Fußballfreunden Appetit auf mehr. 

Unglücklicher hätte die Partie nicht beginnen können. Bereits nach zwei Minuten erzielte der starke Philipp-Bruno Rockahr das 1:0 – von halblinker Position kullerte der Ball förmlich in die lange Ecke. Der Schock saß tief bei den Göttingern. Den Hildesheimern hingegen brachte der Treffer Sicherheit und Selbstvertrauen. Fortan bestimmten die Gäste die Partie nach Belieben. Besser in den Zweikämpfen, spritziger und geschmeidiger in den Laufduellen und besser in der Raumaufteilung, ließen sie die SVG nicht zur Entfaltung kommen. In der 11. Minute hob der Schiedsrichter-Assistent zum Glück für die Hausherren die Fahne und verwehrte damit dem 2:0 für Hildesheim die Gültigkeit. Erst nach etwa 20 Minuten konnte das schwarz-weiße Team eigene, konstruktive Angriffe inszenieren. In der 25. Minute besaß Stephan Kaul die bis dahin größte SVG-Chance, doch sein Kopfball ging knapp daneben. Im Gegenzug erzielte Modell-Athlet Marvin Ibekwe mit einem Strich aus 22 Metern das 2:0 und damit schon so etwas wie die Entscheidung. Kurz danach verhinderte Routinier Jan Hoffmann mit einer Grätsche das sichere 3:0, was womöglich ein Debakel eingeläutet hätte. Kurz vor der Pause hatten die Zuschauer am Sandweg den Torschrei bereits auf den Lippen, doch der starke Schuss von Jan-Patric Ziegler aus 25 Metern ging nur um Zentimeter am Kasten von Hildesheim vorbei. Ein Anschlusstreffer hätte die Hoffnungen auf eine Wende genährt, doch so ging es mit der 2:0-Führung für die Gäste in die Kabine.  Lest weiter, was in Halbzeit zwei passierte!

Nach der Halbzeitpause kamen die Göttinger mutiger auf das Feld zurück. Jetzt zeigten sie sich bissiger in den Zweikämpfen und riskanter in der Unterstützung des Offensivspiels durch alle Reihen. Und in der 69. Minute hatte Martin Schiller die größte Chance des Spiels. Nachdem Josú De las Héras Vicuna einen Ball aus spitzem Winkel an den rechten Pfosten gesetzt hatte, brauchte Schiller den Abpraller aus zehn Metern nur noch in das leere Tor zu schießen, doch überhastet und in Rücklage getroffen, landete der Ball auf dem neuen Kunstrasenplatz des Sandweg-Stadions. Anschließend verwaltete der Gast das Spiel gegen aufopferungsvoll kämpfende Gastgeber. Doch dem Nolte-Team fehlten an diesem Tag die Mittel, um den Regionalligisten noch in Gefahr bringen zu können. Dennoch war niemand am Sandweg enttäuscht. Zu deutlich war die Überlegenheit des Gegners. Nicht umsonst spielt der VfV in der Regionalliga. Und die SVG vorerst nur in der Oberliga.

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