In Göttingen ist im Augenblick eine 2:0-Führung kein Ruhepolster, auf dem man es sich bequem machen darf. Der FC Grone erfuhr dies beim ersten Derby bei der SVG, Sparta Göttingen im Heimspiel gegen den SCW Göttingen schmerzhaft und nun die SVG Göttingen ebenfalls im Pokal bei Sparta. In allen drei Spielen konnte das Team die klare Führung nicht halten, verlor am Ende sogar. Somit gibt es die nächste Überraschung in der noch frühen Saiso zu vermelden, Bezirksligist Sparta besiegt in einem damatischen Spiel den Landesligisten SVG mit 3:2 (0:0).

Als nach 70 Minuten der Regen über die Bezirksportanlage am Greitweg hereinbrach, da verließen einige Zuschauer bereits den Platz des Geschehens. Sie glaubten den Sieger der Bezirkspoal-Partie zwischen den beiden Kontrahenten bereits ausgemacht zu haben. Der Gast vom Sandweg führte 2:0 und Sparta hatte bis zu diesem Zeitpunkt – gerade in der sehr lebhaften zweiten Halbzeit – zu viele Chancen liegen gelassen, als dass man diesen Rückstand noch aufholen könne. Doch es sollte anders kommen.
Die Geschichte der 1. Halbzeit ist schdell erzählt: Das Spiel war recht tempoarm und beide Teams wirkten noch sehr reserviert. Ein paar Chancen auf beiden Seiten konnte man notieren, mehr passierte nicht. Das sollte sich aber nach der Pause ändern.
Sparta kam mit hohem Engagement aus der Kabine, die Männer vom Sandweg hingegen vertrauten auf ihre höhere Spielkultur und die bis dahin zur Pause noch recht sicher stehende Abwehr. Doch von MInute zu Minute kämpfte sich Sparta in einen Rausch. Zuerst jedoch schoss die SVG die Tore: Nach einem schnellen Konter schloss der gerade eingewechselte Grzegorz Podolczak clever zum 0:1 ab (49. Minute). Es folgten wütende Sparta-Angriffe und eine Chancenverwertung, die bei den wenigen Zuschauern mit der Zeit Belustigung hervorrief. Konrat, Huck und vor allem Stehl trafen aus ausischtsreichen Positionen – teilweise völlig freistehend – nicht ins Tor. Besser machte es die SVG. Erneut ein Konter, erneut ein Tor. Ein Muster an Effektivität! Freyberg schloss mit Grätsche zum 0:2 ab (69. Minute) Zu diesem Zeitpunkt setzte der Regen ein und mit ihm der Untergang der Nolte-Elf. Routinier Enrico Weiß machte den Anfang. Er zeigte den jungen Kameraden, wie man es anstellt, wenn man allein aufs Tor läuft. Wo Konrat und Stehl zuvor die Nerven versagten, umspielte der Kapitän clever und enstpannt Torhüter Rohleder, um locker einzuschieben (72.). Als würden sich die jungen Spieler ein Beispiel am Kapitän nehmen, trafen auch die plötzlich. Daniel Huck konnte einen scheinbar bereits geklärten Ball im Gewühl an der konfusen Abwehr der Schwarz-Weißen vorbei zum vielumjubelten 2:2 einschieben (86.). Auf den Rängen sprach man schon vom Elfmeterschießen, als Stehl seine gefühlte zehnte hochprozentige Chance endlich zu einem Treffer nutzen konnte. Und da es gleichzeitig der nicht für möglich gehaltene Sieg-Treffer in der 89. Spielminute war, wurde der Torschütze vom tragischen zum gefeierten Helden.
Somit dürfte Sparta wieder Selbstvertrauen für die kommenden Bezirksliga-Aufgaben getankt haben. Die SVG, die eine mögliche Niederlage in den Statements zuvor bereits als nicht tragisch einkalkuliert hatte, spielte auch so. Nolte wird sich jetzt wieder auf die Landesliga-Aufgaben konzentrieren. Seiner zweiten Reihe wird er nach der Partie attestieren können, noch nicht reif für einen Einsatz in der Startelf zu sein – insbesondere die neue Innenverteidigung war für Sparta eine Einladung zum Toreschießen. Allerdings schwächte sich das Team zudem selbst. Der als Co-Trainer fungierende Hoffmann überschätzte seinen Einfluss auf Schiedsrichter Geismann und wurde nach verbalen Attacken noch nach dem 3:2 des Feldes verwiesen. Da er auch als Ersatz-Spieler der Sandweg-Elf in den Spielberichtsbogen eingetragen war, dürfte es für ihn eine Sperre geben. Gerade in Hinblick auf das Abwehrverhalten an diesem Tag eine äußerst unüberlegte Aktion.

Leider verletzte sich kurz vor der Pause der Spartaner Daniel Markov in einem Zweikampf mit Erdem Kazan so schwer, dass er mit dem Krankenwagen abgeholt werden musste. Eine Arm-Verletzung diagnostizierten Zuschauer in der Nähe des Tatortes. Gökick-Online wünscht gute und schnelle Heilung.

So spielten sie:

Sparta: Patrick Feddern, Marco Dettmers (56. Alexander Stehl), Daniel Huck, Hadir Zani, Franz Matezki, Enrico Weiß, Artem Konrat, Daniel Markov (46. Sebastian Lorenz), Christopher Schwarze, Eray Sen, Mirko Karanovic (68. Viva Paramarajah)

SVG: Darius Rohleder, Johannes Zerhusen, Florian Evers (46. Alexander Hafner), Krzysztof Podolczak, Daniel Kornet, Yannik Freyberg (82. Jannik Psotta), Erdem Kazan (46. Grzegorz Podolczak), Mike Strauß, Ruben Benseler, Normen Walz, Mahsum Orak.

Tore: 0:1 Grzegorz Podolczak (49.), 0:2 Yannik Freyberg (69.), 1:2 Enrico Weiß (72), 2:2 Daniel Huck (86.), 3:2 Alexander Stehl (89.)

Weitere Fotos: [link url=https://plus.google.com/photos/118064764194540030119/albums/5779369685663423697?authkey=CNWMrb3NvbKb3wE label=Google+-Fotoalbum]

Mittwoch im Bezirkspokal

Am Mittwoch finden folgende Bezirkspokal-Partien in unserer Region statt:
18:30 Uhr – SG Denkershausen/Lagershausen – SV Dostluk Spor Osterode
18:30 Uhr – SV Scharzfeld – TuSpo Petershütte
18:30 Uhr – SSV Nörten-Hardenberg – TSV Landolfshausen

Die Teams vom FC Grone, SV Seeburg und SCW Göttingen zogen in der 2. Runde ein Freilos.