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FINALE KROMBACHER KREISPOKAL: SG RADOLFSHAUSEN/KREBECK - TSV HOLTENSEN 4:1 (1:1)
Für die SG Radolfshausen/Krebeck hätte dieses Endspiel kaum eindrucksvoller verlaufen können. Der Tabellenachte aus der 1. Kreisklasse Nord besiegte den favorisierten Kreisliga-Vizemeister TSV Holtensen im Finale des Krombacher Kreispokals für Teams der Kreisliga und 1. Kreisklasse verdient mit 4:1 (1:1) und sicherte sich damit den Titel. In der Borntal-Arena in Eisdorf setzte die Mannschaft ihre bemerkenswerte Pokalserie fort und ließ nach dem Halbfinalsieg gegen Kreismeister VfL Olympia Duderstadt nun auch den zweiten Bezirksliga-Aufsteiger hinter sich.
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Dabei schien die Ausgangslage vor dem Anpfiff eindeutig. Während die SG Radolfshausen/Krebeck die Saison als Achter der 1. Kreisklasse Nord beendet hatte, war der TSV Holtensen als Vizemeister der Kreisliga in die Bezirksliga aufgestiegen. Allerdings musste die Mannschaft von Trainervertreter Maikel Meyer auf mehrere wichtige Stammkräfte verzichten. Mit Miguel Bodenbach-Martin, Marco Akcay, Romano Weiß und Sebastian Lorenz fehlten prägende Spieler.
Die SG, die von Julian Rümenapf betreut wurde und damit den verhinderten Christian Nitsche bei dessen letztem Spiel vor dem Wechsel zur SG Niedernjesa vertrat, legte mutig los. Bereits in der vierten Minute wurde Leon Linus Wucherpfennig über die rechte Seite in den Rücken der Abwehr geschickt. Aus spitzem Winkel vollendete er zur frühen Führung.
Der Außenseiter blieb auch danach die aktivere Mannschaft. Die Eichsfelder setzten den TSV Holtensen immer wieder unter Druck und erspielten sich weitere Möglichkeiten. Das mögliche 2:0 wollte jedoch zunächst nicht fallen. Nach rund 25 Minuten verlor die Begegnung etwas an Tempo, ohne dass der Favorit daraus entscheidenden Nutzen ziehen konnte.
Kurz vor dem Pausenpfiff kam der TSV Holtensen dennoch zum Ausgleich. Nach einem Handspiel entschied Schiedsrichterin Julia Schricke auf Strafstoß. Rene Weska verwandelte in der Nachspielzeit der ersten Hälfte zum 1:1 (45.+1 Video).
Aus Sicht des TSV Holtensen war das Remis zur Pause durchaus schmeichelhaft. Die SG Radolfshausen/Krebeck hatte bis dahin mehr für das Spiel investiert und den Favoriten weitgehend kontrolliert.
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Auch nach dem Seitenwechsel blieb die Partie vor allem wegen ihrer Spannung interessant. Große spielerische Glanzpunkte blieben auf beiden Seiten selten. Die Entscheidung fiel erst in der Schlussphase.
In der 78. Minute war es Torjäger Marius Münter, der aus einem Gewühl heraus die erneute Führung für die SG Radolfshausen/Krebeck erzielte. Nur drei Minuten später folgte der nächste Wirkungstreffer. Philip Munzel überraschte TSV-Schlussmann Taha Önder mit einer klugen Bogenlampe, die sich unhaltbar zum 3:1 in die Maschen senkte.
Der Favorit fand keine Antwort mehr. Stattdessen setzte die SG Radolfshausen/Krebeck den Schlusspunkt. Marius Münter wurde in der 87. Minute im Strafraum zu Fall gebracht, trat selbst zum Elfmeter an und verwandelte sicher zum 4:1-Endstand (Video).
Mit dem Schlusspfiff brachen alle Dämme. Der Jubel der SG Radolfshausen/Krebeck kannte keine Grenzen. Nicht nur der Pokalsieg selbst, sondern auch die Art und Weise dieses Erfolges war bemerkenswert. Wer nacheinander die beiden Bezirksliga-Aufsteiger VfL Olympia Duderstadt und TSV Holtensen aus dem Wettbewerb wirft, hat sich den Titel redlich verdient.
Der TSV Holtensen fand an diesem Nachmittag nie zu seinem Spiel und konnte sich kaum einmal nachhaltig befreien. So musste der Bezirksliga-Aufsteiger die anschließende Aufstiegsfeier ohne den erhofften Pokalgewinn antreten.
Kurios: Der Kreispokalsieger ist für den Bezirkspokal nicht teilnahmeberechtigt. Da sich die Spielgemeinschaft auch aus der zweiten Mannschaft des Landesligisten TSV Landolfshausen/Seulingen zusammensetzt, darf er dort nicht starten. Zweite Mannschaften sind vom Wettbewerb ausgeschlossen, wie die Reserve des 1. SC Göttingen 05 berichten kann. Der TSV Holtensen wird aber ebenso wie der VfL Olympia Duderstadt als Aufsteiger an diesem Wettbwerb teilnehmen. Den Kreis Göttingen-Osterode wird hingegen im Bezirkspokal vom Halbfinal-Verlierer FC Gleichen vertreten.
Großes Lob verdienten sich der FC Eisdorf als Ausrichter des Finals sowie der NFV-Kreis Göttingen-Osterode. Sie sorgten gemeinsam für einen würdigen Rahmen des Endspieltages. Auch Schiedsrichterin Julia Schricke leitete die Begegnung souverän und trug ihren Teil zu einem gelungenen Finale bei.
Der Weg in das Finale
Halbfinale
SG Radolfshauen/Krebeck – VfL Olympia Duderstadt 2:0
FC Gleichen – TSV Holtensen 5:6 n.E.
Viertelfinale
SG Gimte – TSV Holtensen 1:5
SG Werratal II – SG Radolfshausen/Krebeck 2:4
Achtelfinale
SC Eichsfeld – TSV Holtensen 1:3
SG Radolfshauen/Krebeck – SC HarzTor 4:3
Hauptrunde
SCW Göttingen II – TSV Holtensen 7:8 n.E.
SG Radolfshausen/Krebeck – SV Rot-Weiß Hörden 8:3
