Für viele Politiker und Medien ist die Sache klar: Ultras sind notorische Störenfriede, gewaltbereit, dialogunfähig, zuweilen auch rechtsextrem. Aber treffen diese Etiketten zu? Der freie Journalist Christoph Ruf wollte es genauer wissen und recherchierte in der Szene. Herausgekommen ist das Buch „Kurvenrebellen“, welches mit vielen Vorurteilen aufräumt. Am Donnerstag, den 7. Mai, wird er ab 19:05 Uhr im FanRaum Göttingen 05, Obere Masch Str. 10, aus seinem Werk vorlesen.

Christoph Ruf wollte es genauer wissen und hat das Gespräch mit ihnen gesucht. Bei seinen monatelangen Recherchen war der Karlsruher Journalist bei ihren Veranstaltungen, bei Gruppentreffen, Auswärtsfahrten und im Fanblock. Er traf dabei auf Fußballfans, die wissen, dass sie an manch negativer Schlagzeile selbst schuld sind, die sich aber dennoch zu Unrecht stigmatisiert fühlen. Und das aus gutem Grund: Ohne ihr ehrenamtliches Engagement und ihre Kreativität würde in kaum einem Stadion die stimmungsvolle Atmosphäre herrschen, für die der deutsche Fußball derzeit gerühmt wird. Zwar schaden manche Ultragruppen mit ihrer Gewaltfaszination und ihren unreflektierten Feindbildern der ganzen Bewegung. Doch deren Zerfall wäre fatal: Wo die Ultras auf dem Rückzug sind, haben in vielen Kurven Neonazis und Nachwuchs-Hooligans das Sagen übernommen. Wie selbstbewusst die Rechten sind, haben zuletzt die Hogesa-Demos gezeigt. So positiv deren Abflauen ist – für die Dynamik in den Kurven muss das nichts Gutes bedeuten.

Christoph Ruf, 43, arbeitet als freier Journalist für diverse Tageszeitungen, Magazine und für Spiegel Online. Er ist Autor mehrerer Bücher über Fußball-Kultur und Politik. Zuletzt erschien von ihm das Buch „Kurvenrebellen“, eine wohlwollend-kritische Annäherung an die Ultra-Szene.“

Der Eintritt für die Veranstaltung ist frei.

Kurz zusammengefasst:

Christoph Ruf liest aus „Kurvenrebellen“
Donnerstag, 07.05.2015, 19.05 Uhr
FanRaum Göttingen 05, Obere Masch Str. 10
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