Eine konsequente Fortsetzung der bisher starken Leistungen in den Qualifikationsspielen zeigte die Altherren Auswahl des SC Hainberg am Samstagnachmittag in der letzten Qualifikationsrunde zur Niedersachsenmeisterschaft. Auch wenn es zunächst den Anschein hatte, als ob die „Silver-Boys“ den Endrunden Einzug mit gemäßigtem Einsatz abwickeln wollten, war von Beginn an klar, wer hier als Sieger vom Platz gehen würde.

Von Sebastian Kloppmann
Allerdings machten es die Gäste aus dem Harz dem SCH zunächst nicht einfach, denn das konsequent angewandte 1 – 5 – 1 System führte dazu, dass der Ball immer wieder in der vielbeinigen Abwehr der ganz in gelb spielenden TSVer hängen blieb.

Und so kam es zwangsläufig, wie man es von Deutschlands Fußballstammtischen kennt: „Wenn du vorne die Dinger nicht reinmachst, rächt sich das hinten.“ So anscheinend auch das Motto der Gäste, denn schon nach 7 Minuten zappelte der Ball nach einem Konter zur überraschenden und zugleich unverdienten Führung in den Maschen des Hainberger Tores. Da war selbst für den ansonsten sicheren Keeper Frank Wohlany nichts zu machen.

Anscheinend hatte der TSV die richtige Taktik gewählt. Der für dieses Spiel von Jockel Lohse als Coach eingesetzte und aufgrund einer Verletzung selbst nicht spielende Oli Gräbel reagierte, indem er zunächst Oli Hille und dann Mario Lockemann einwechselte und sofort kam mehr Bewegung ins Spiel, denn der später auch als „man of the match“ ausgerufene Oli Hille, zeigte ein hohes Maß an Laufbereitschaft und brachte durch seine guten Zuspiele zunehmend Unruhe in die Gästeabwehr. So war es dann auch nicht verwunderlich, dass Mitte der ersten Halbzeit Mario Lockemann eine Lücke ausmachte, seinen Gegenspieler durch eine geschickte Körpertäuschung ins Leere laufen lies und unnachahmlich zum wichtigen 1:1 einschob.
Das gab den traditionell in blau-schwarz gekleideten Gastgebern deutlich die notwendige Sicherheit. Guido Hübner agierte von nun an schon in der Abwehr mit klug eingeleiteten Pässen, im Wechselspiel mit dem erneut sehr stark spielenden Roman Müller war der ein Mann Sturm der Bad Harzburger völlig aus dem Spiel genommen und auch nach vorne liefen, die Aktionen über Uwe Marter Kirjan Krauß und Mr. Zuverlässig und Geburtstagskind Lutz Wegener (Glückwunsch!) nun immer flüssiger.
Kirjan Krauß war es auch, der das 2:1 markierte. Er belohnte sich mit diesem Treffer für seine bis dahin starke Leistung (Glückwunsch!) – mit dieser Führung ging es dann in die Pause.

Auch nach dem Wechsel änderten die Gäste nicht ihre Taktik. Oli Gräbel wechselte geschickt ein, so dass der Druck auf die Gäste ständig erhöht blieb und der Gegner zu Fehlern gezwungen wurde. Einen davon nutzte Jockel Lohse eiskalt zum 3:1, nachdem er seinem Gegner den Ball zuvor schlitzohrig vom Fuß gespitzelt hatte.
Die Mannen der Niedersachsen-Pokal Dauergäste brachten anschließend die Führung souverän über die Zeit, dass dabei das eine oder andere mögliche Tor ausgelassen wurde, tat der guten Stimmung nach dem Spiel bei diversen Geburtstagsbieren keinen Abbruch.

Der Kader: Frank Wolany, Lars Heuermann, Roman Müller, Sebastian Kloppmann, Guido Hübner, Lutz Wegener, Hermann Fuge, Kirjan Krauß, Mario Lockemann, Jörg Lohse, Oli Hille