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SO SIEHT DIE NEUE LANDESLIGA AUS
Titelfoto: Das Spiel zwischen dem 1. SC Göttingen 05 und dem BSC Acosta wird es in der kommenden Saison nicht mehr geben
Der niedersächsische Fußball erlebt kurz vor dem Start der neuen Saison eine Entwicklung, die weit über Braunschweig hinaus für Aufsehen sorgt. Der BSC Acosta zieht seine erste Mannschaft aus der Landesliga zurück und wird künftig nur noch in der Bezirksliga antreten. Sportlich bestand dafür eigentlich kein Anlass. Mit 38 Punkten und Rang elf hatte die Mannschaft den Klassenerhalt souverän geschafft.

Auslöser für die überraschende Entscheidung war eine Kettenreaktion, die mit dem Abschied von Trainer Joshua Sievert begann. Der junge Coach nahm ein Angebot aus der Regionalliga Nordost an und hinterließ beim BSC Acosta eine schwer zu schließende Lücke. Die Vereinsverantwortlichen suchten umgehend nach einem Nachfolger und führten Gespräche mit Kai Olzem, der in den vergangenen Jahren unter anderem bei Freie Turner, dem SV Lengede und zuletzt beim TSV Vordorf tätig war.
Eine Einigung kam jedoch nicht zustande. Zu diesem Zeitpunkt standen bereits mehrere Personalfragen im Raum. Einige angekündigte Neuzugänge konnten nicht mehr verbindlich zugesichert werden, gleichzeitig beschäftigten sich mehrere Leistungsträger mit einem Vereinswechsel. Hinzu kamen persönliche Rahmenbedingungen auf Seiten von Kai Olzem. Am Ende erwiesen sich die Hürden als zu groß.
Mit jeder weiteren Woche verschärfte sich die Lage. Auch andere Trainerkandidaten, darunter Nico Granatowski, standen letztlich nicht zur Verfügung. Parallel dazu orientierten sich immer mehr Spieler neu. Der ohnehin enge Zeitplan entwickelte sich für den Verein zum entscheidenden Problem.
Die Folgen waren gravierend. Dem BSC Acosta fehlte nicht nur ein Trainer für die neue Spielzeit. Auch der Kader schrumpfte zunehmend. Nach Vereinsangaben standen schließlich nicht einmal mehr 20 Spieler zur Verfügung. Besonders auf zentralen Positionen drohten erhebliche Lücken.
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In dieser Situation entschieden die Verantwortlichen, die Mannschaft aus der Landesliga zurückzuziehen. Der Schritt galt vereinsintern als die einzig verbliebene Lösung, um geordnete Strukturen für die Zukunft zu schaffen.
Zu den bereits feststehenden Abgängen zählt Timo Beuchel, der sich Oberliga-Aufsteiger SSV Vorsfelde anschließt. Jawid Haidari wechselt zum SSV Kästorf. Auch Aleksandar Jovanovic und Mael Djeutcha werden den Verein verlassen. Darüber hinaus stehen weitere Spieler im Fokus anderer Klubs. Unter ihnen befinden sich mit Maurice Franke und Niklas Neudorf zwei prägende Akteure der vergangenen Saison.
Für den Neuaufbau setzt der BSC Acosta nun auf eine vereinsinterne Lösung. Die erste und die zweite Herrenmannschaft werden zusammengeführt und künftig gemeinsam in der Bezirksliga antreten. Die sportliche Verantwortung übernimmt Uwe Stucki. Der langjährige Trainer genießt im Verein hohes Ansehen und soll den Neustart begleiten. Ziel ist es, eine schlagkräftige Mannschaft aus erfahrenen Spielern und talentierten Nachwuchskräften zu formen und mittelfristig die Rückkehr in die Landesliga anzupeilen.
Der Rückzug könnte zudem Auswirkungen auf die Zusammensetzung der Landesliga haben. Wie der Verband jetzt veröffentlichte, sieht dies folgendermaßen aus:
„Die aktuelle Situation in der Landesliga hat uns in den vergangenen Tagen intensiv beschäftigt.
Inzwischen wurden die folgenden Entscheidungen getroffen:
1) Der Braunschweiger SC Acosta hat seine Teilnahme an der Landesliga Braunschweig zurückgezogen.
An die Stelle des BSC Acosta rückt die Mannschaft, die in der abgelaufenen Spielzeit den ersten Abstiegsplatz belegt hat: der SC Rot-Weiß Volkmarode.
Die Verantwortlichen des Vereins wurden darüber am Montag informiert.
2) Der TSV Hillerse kann aufgrund der Nichteinhaltung von Anhang 3 der Spielordnung nicht in die Landesliga aufsteigen.
Die in der Tabelle nachfolgende Mannschaft, der SSV Vorsfelde II, hat uns gestern Abend mitgeteilt, dass sie ihr Aufstiegsrecht wahrnehmen wird.
Der Spielplan für die Spielzeit wird höchstwahrscheinlich am kommenden Wochenende veröffentlicht.“
Die neue Landesliga (16 Mannschaften, 4 Absteiger)
- 1.SC Göttingen 05
- MTV Wolfenbüttel (Ab.)
- SC Rot-Weiß Volkmarode
- FC Germania Bleckenstedt
- SSV Kästorf
- FT Braunschweig
- SVG Göttingen
- Bovender SV
- FC Eintracht Northeim
- VfB Fallersleben
- MTV Gifhorn
- Lupo-Martini Wolfsburg (Ab.)
- Lehndorfer TSV (Auf.)
- TSV Landolfshausen/Seulingen (Auf.)
- SSV Vorsfelde II (Auf.)
- TSG Bad Harzburg (Auf.)
