Was hatten sie gejubelt! Durch die 3:0-Niederlage im letzten C-Jugend-Landesliga-Spiel bei Eintracht Braunschweig sicherte sich die U15 des 1. SC Göttingen 05 den zweiten Platz im Meisterschafts-Klassement. Bei einer höheren Niederlage wären die Braunschweiger noch vorbeigezogen. Alle im Lager der Göttinger um ihren Trainer Torsten Burkhardt glaubten, sich damit für die C-Junioren Niedersachsenmeisterschaft qualifiziert zu haben, da der Meister VfL Wolfsburg II keine Berechtigung für einen Aufstieg hat – die erste Wolfsburger Mannschaft spielt bereits in der Regionalliga. Der Sieger der Niedersachsenmeisterschaft, die am kommenden Wochenende in Turnierform ausgetragen wird, steigt in die Regionalliga, die höchste C-Jugend-Liga des DFB, auf.

Nun aber gab der NFV bekannt, dass „…die Göttinger aufgrund einer fehlenden D-Juniorenmannschaft die Unterbauregelung nicht erfüllen…“, so in einer Pressemitteilung des NFV. Deshalb erhalten die Braunschweiger die Aufstiegschance. Tatsächlich hatten die Göttinger selbst nach dem Studium der Aufstiegsunterlagen den Verband auf die fehlenden D-Jugend hingewiesen. Selbst den Verbandsfunktionären war dieses Handicap nicht aufgefallen. „Wir wollten nicht mit falschen Karten spielen oder uns die Aufstiegschance erschleichen.“, meint Thorsten Richter, verantwortliches Vorstandsmitglied des 1. SC Göttingen 05 für den Jugendbereich dazu. In Zukunft werde man in Erwägung ziehen, eigene D-Jugend-Teams auf die Beine zu stellen. Somit wird den Jungs, die solch eine hervorragende Saison gespielt haben, die Chance auf den Aufstieg in die höchsten deutsche C-Jugend-Liga verwehrt. Schade.