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Northeim. Am Montag startet der FC Eintracht Northeim in die neue Saison. Damit verbunden ist auch ein Generationswechsel auf der Trainerbank. Malte Froehlich und Karsten Fischer übernehmen das Zepter von Wolfgang Schmidt, Markus Klein und Markus Schmidt.
Froehlich kommt von Eintracht Braunschweig zurück nach Northeim. Dort war er als U16 Trainer beschäftigt und mit Karsten Fischer wird ihm ein ehemaliger Bundesligaprofi assistieren, der als Kapitän des aus der Regionalliga abgestiegenen Goslarer Sportclubs nach Northeim kommt und dabei auch auf dem Feld der verlängerte Arm werden soll.
Wir haben uns mit dem neuen Duo zusammengesetzt und bei Pasta und Apfleschorle ein interessantes Gespräch geführt. [Stand 17.06.]
„Die Vorfreude ist riesig!“
Hallo Malte,
„Ich kenne Fischer als Mentalitätsmonster!“
Fischer: “ Unsere Aufgabe ist es die Mannschaft weiter zu entwickeln, aber klar ist auch, wenn die Truppe jetzt schon vierter geworden ist und mit etwas Glück auch zweiter hätte werden können, dann reden wir ja schon über die Regionalliga. Der Weg ist nicht mehr weit um die paar Prozent die gefehlt haben zu erreichen. Gut, Lupo war dieses Jahr eine sehr gute Mannschaft, aber Platz zwei hätte ja jetzt schon erreicht werden können.“
Karsten, als spielender Trainer bietet man immer Angriffsfläche, wenn man selbst mal eine schlechte Leistung abliefert. Wie hast du vor, diese Herausforderung anzugehen?
Fischer: „Klar ist das ein schmaler Grad, um die Akzeptanz der Mitspieler zu bekommen. Wenn ich das spiele was ich kann muss ich mir darüber glaube ich keine Gedanken machen. Und ich will die Spieler auch durch meine Erfahrung weiterbringen.“
Und Malte, nimmst du ihn runter, wenn dir sein Spiel nicht gefällt, oder darf er das selbst entscheiden?
Froehlich: „Natürlich wird es die Aufgabe das zu lösen. Aber ich kenne Fischer als Mentalitätsmonster und er kann der der Mannschaft durch seine Erfahrung auch in schwierigen Phasen helfen. Natürlich haben wir Karsten als Führungsspieler geholt, aber es darfs ich natürlich nicht alles auf einen Mann fokussieren. Es geht um die Mannschaft. Unterm Strich wird es aber so sein, dass ich da die Entscheidungen treffe und es kann dann natürlich auch mal sein, dass Karsten Fischer ausgewechselt wird.“
Fischer: „Die Verantwortung muss auf mehreren Schultern Lasten. Das ist in der Mannschaft auch schon vorhanden und ich bin ja dazu da, zu helfen und zu schauen, dass wir uns weiter in die richtige Richtung entwickeln.“
Was sich am Rhumekanal ändert lest ihr auf Seite 2
„Die Spieler sind entscheidend für ein System!“
Was wird sich für die Spieler durch den Trainerwechsel ändern?
Froehlich: „An der groben Struktur ändert sich nicht so viel. An der Trainings und Spielsteuerung wird sich etwas tun, damit wir auch die vollen drei Trainingseinheiten nutzen können. Die Regeneration wechseln wir auf den Montag um dann die drei Einheiten zu haben. Ich hoffe, dass die Spieler neuen Input bekommen und gehe davon aus, dass viele Dinge bekannt sind und wir an ein, zwei Stellschrauben drehen können um Abläufe zu optimieren. Es ist aber viel vorhanden in der Mannschaft, sonst erreicht man nicht zweimal hintereinander eine so gute Platzierung in der Oberliga.“
Ihr habt bereits Spiele in der abgelaufenen Saison gesehen. Was hat euch gefallen und wo meint ihr, gibt es Ansätze für neue Ideen?
Froehlich: „Wir bringen natürlich eine Spielvorstellung mit. Klar ist aber auch, dass die Spieler entscheidend sind für ein System. Man muss als Trainer soviel Weitblick mitbringen, um abschätzen zu können was die Spieler mitbringen und ob sich das mit der Grundidee vereinbaren lässt. Aber die Spieler sind auch in der Pflicht neue Positionen oder Aufgaben ganz offen anzunehmen.“
Fischer: „Für mich ist das sehr schwer zu beurteilen. Ich habe sie erst einmal gesehen und einmal gegen sie gespielt. Es ist eine sehr junge, entwicklungsfähige Mannschaft, die viel Speed hat. Mit einer sehr, sehr guten Offensive. Und nun gilt es die Balance zu finden um in den entscheidenden Momenten die Punkte zu holen.“
Wie sehr werdet ihr auch Einfluss nehmen auf die Mannschaften abseits der Ersten Herren?
Froehlich: „Einfluss nehmen würde ich in Anführungszeichen setzen. Natürlich will ich einen engen Kontakt zur U23, aber auch zur U19 und U17 halten, weil es das neue Konzept vorsieht, dass wir enger zusammenrücken und uns einen neuen Weg erarbeiten. Das betrifft die Spielphilosophie, den Austausch, die Mannschaftsführung. Da möchte ich schon meine Ideen einbringen. Wichtig ist mir, dass ich alle Spieler bis zur U17 kenne. Auch ihre Stärken und Schwächen um sie ansprechen zu können und den Gesamtüberblick zu haben. Schön wäre, wenn man auch als Außenstehender, nach einem halben Jahr eine gewisse Grundstruktur erkennen kann. Auch im taktischen Bereich soll dadurch der Übergang zwischen den Mannschaften für die Spieler erleichtert werden, die dann zwar neue Trainertypen kennenlernen, aber vom Grundsatz her wissen was auf sie zukommt.“
Wie verbrachtet ihr die Zeit bis zum Startschuss?
Froehlich: „Ich habe ja am Samstag das letzte Spiel mit meinen B-Junioren und lege dann zwei Tage später bei Eintracht los! Den Urlaub hole ich dann im Herbst nach!“
Fischer: „Ich versuche mich ein bisschen zu erholen, die Akkus aufzuladen, damit ich wieder im Saft bin. Ansonsten hat das ein oder andere Gespräch schon stattgefunden.“
Vielen Dank für das Interview und alles Gute zum Start!
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