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Wenn am Dienstag der Landesligist TSV Landolfshausen im Bezirkspokal ab 19:00 am Greitweg bei Sparta Göttingen antritt, dann ist es für Tomislav Relota ein Wiedersehen mit seinem alten Verein. Als der junge Abwehrspieler im Vorjahr die Seiten wechselte, verweigerte Sparta die Freigabe und Landolfshausen war nicht bereit, die von Sparta verlangte, unterhalb der vom NFV im Transferrechner ausgewiesene Ausbildungsentschädigung zu zahlen. So saß das große Talent, im Würgegriff der gegensätzlichen Interessen zweier Vereine, fast ein halbes Jahr auf der Tribüne. Ob diese Angelegenheit Brisanz in die Auseinandersetzung am Dienstag bringen könnte, scheint fraglich. Beide Mannschaften haben genug damit zu tun, die vielen Neuzugänge auf beiden Seiten erfolgreich zu integrieren. Bisher mit durchwachsenem Erfolg.
Sparta Göttingen hat mit elf Neuzugängen praktisch ein ganzes Team an den Greitweg geholt. Daraus eine funktionierende Mannschaft zu formen, ist eine Mammut-Aufgabe. Doch während erfahrene Trainer wissen, mit welchen Methoden dieses Vorhaben möglichst schnell gelingen könnte, steht seit Saisonbeginn mit Enrico Weiss ein Coach, der seine Cheftrainer-Laufbahn gerade erst begonnen hat, an Spartas Seitenlinie. Entsprechend durchwachsen auch die Ergebnisse des Teams in der Vorbereitung. Gegen den Liga-Konkurrenten Hainberg verlor Sparta mit 1:4, gegen den SCW Göttingen 0:4, in Heiligenstadt setzte es eine 1:2-Niederlage und am Sonntag musste man sich sogar dem Northeimer Kreisligisten SVG Einbeck mit 2:3 geschlagen geben. Nur ein holpriger Sieg gelang – 2:1 gegen den Kreisligisten SV Groß Ellershausen/Hetjershausen. Wie kolportiert wird, ist Mäzen Lothar Herbig über das bisher Gezeigte nicht amüsiert, hat er doch in diesem Sommer die Portokasse weit geöffnet. Franz Matezki hat seine Kapitänsbinde an Ali Nasreddine abgegeben, was Verwunderung in der Szene auslöste. Doch die Testphase dürfte für Fußballexperten kein Ausdruck der Leistungsfähigkeit der Mannschaft sein. Was zählt ist, wenn es um Punkte oder – wie am Dienstag – um den Einzug in die nächste Runde des Pokals geht.
Auch der Gast Landolfshausen war in der Sommerpause fleißig: Neun Spieler durfte Trainer Ingo Müller, der in dieser Saison von Michael Kreter attestiert wird, in der Gemeinde an der Konfessionsgrenze begrüßen. Auch hier ist der Weg zu reibungslosen Abläufen noch weit. Die Ergebnisse in der Vorbereitung waren durchwachsen. Gegen unterklassige Teams gab es standesgemäße (SC HarzTor 3:0, SV Förste 8:2, Türkgücü 3:0) und knappe (Bovenden 2:1) Siege. Gegen den Liga-Konkurrenten und Aufsteiger FC Grone verlor das Müller-Team mit 0:2. Zum Abschluss der Vorbereitung gab es auf dem Kunstrasenplatz am Sandweg gegen den Bezirksligisten Hainberg gar eine 3:5-Niederlage.
Der Sieger der Partie muss in Runde zwei zum Kreispokalsieger SV Eintracht Hahle reisen. Der Nord-Kreisligist warf in Runde eins überraschend den Bezirksligisten SV Bilshausen aus dem Wettbewerb.
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