Werbung
Hier könnte eure Werbung stehen!
Jetzt Kontakt aufnehmen
Nach den beim Sparkasse-Göttingen-Cup gezeigten Leistungen erwarteten die meisten Anhäger der SVG einen deutlichen und schönen Sieg über den Kreisligisten TSV Groß Schneen in der ersten Runde des Bezirkspokals. Doch am Ende waren fast alle Zuschauer froh, als Schiedsrichter Golisch die Partie nach zähen 90 Minuten abpfiff. Nein, das war kein schöner Fußball, den die beiden Teams am Mittwoch-Abend auf dem schönen Sportplatz in Groß Schneen den zirka 120 Zuschauern boten.
Dabei merkte man dem Gastgeber an, dass neun Spieler des aktuellen Kaders nicht zur Verfügung standen. Selbst Marius Reinelt konnte seinen angekündigten Einsatz nicht in die Tat umsetzen, das Knie schmerzte zu sehr. Deshalb spürte man in jeder Aktion des Teams von Matze Knauf den Wunsch, nur nicht abgeschossen zu werden! So spielte sein Bruder Florian selbst bei dem durchaus noch aufzuholenden Rückstand von 0:1 auf Zeit und holte den Ball nach einer erneut vergebenen Chance der SVG ganz gemütlich, um die Uhr verstreichen zu lassen. Der TSV glaubte also niemals an einen Sieg, wollte die erwartete Niederlage aber in Grenzen halten. Dass das auch am Ende gelang, lag an grandios kämpfenden und die Löcher stopfenden Libero Daniel Walter und der einfallslosen und unkreativen SVG. Der Landesligist, den viele in der Spitzengruppe der Liga erwarten, ließ den Ball zwar meist direkt laufen, aber oft auch in die Breite und wenig in die Spitze. Dort lauerten die Podolczak-Brüder, die in den meisten Aktionen unglücklich wirkten. Über die Außenpositionen sorgten rechts Benseler und links Psotta zwar für Gefahr, aber ihre Flanken fanden meist keinen Abnehmer oder wenn, dann zögerte dieser zu lange mit dem Abschluss. Dabei hätte man nach dem 1:0 durch Krzysztof Podolczaks direkt verwandelten Freistoß (5. Minute) mehr erwartet. Doch das frühe Tor bewirkte, dass große Teile des Teams im Gefühl des sicheren Sieges – auch die Spieler spürten die Unfähigkeit des TSV, den Favoriten zu gefährden – nur eben so viel Energie verwendeten, um hier als Sieger vom Platz zu gehen. Positiv ausgelegt, war das das berühmte Pferd, das nur so hoch springt, um eben das Hindernis zu überwinden. Denn eigentlich hat die SVG das Potenzial, viel höher zu springen, als es dies in dieser Partie tat. Schade für die Zuschauer, schade für den eigenen Anspruch. Aber die SVG glänzt unter Trainer Knut Nolte ohnehin nicht durch Attraktivität sondern meist durch Erfolg. Wir hatten nach den Leistungen im Sparkassen-Cup gehofft, dass diese Zeiten vorbei sind. Das Spiel heute war wieder ein Rückfall in das ergebnissorientierte Gekicke vergangener Zeiten.
Das zweite Tor in einer langweiligen zweiten Halbzeit – zäh wie Kaugummi – schoss Grzegorz Podolczak in der 63. Spielminute. Irgendwann war dann Schluss – endlich.
So spielten sie:
TSV Groß Schneen: Florian Knauf, Dennis Schulze, Christian Lock, Phil Bachmann, Marcel Amelung, Daniel Walter, Maximilian Kazmierzcak, Jens Hoffmann, Luca Brandes, Daniel Elsner, Götz Bachmann
SVG Göttingen: Florian Bitow, Christoph Schlieper, Jan Hoffmann, Micha Alexander, Krzystof Podolczak, Daniel Kornet, Alexander Haffner, Jannik Psotta, Grzegorz Podolczak, Ruben Benseler, Mahsum Orak. In der zweiten Halbzeit kamen noch Yannik Freyberg, Mike Strauß und Florian Evers zum Einsatz.
Mehr Fotos: [link url=https://picasaweb.google.com/118064764194540030119/GrossSchneen_SVG?authuser=0&feat=directlink label=Google+-Fotoalbum]