Für beide Trainer war es das erste Pflichtspiel für ihre neuen Teams. Am Ende triumphierte Hainbergs neuer Coach Carsten Langar über Spartas neuen Mann an der Seitenlinie, Esmir Muratovic. Mit 1:2 (1:0) besiegte das Team von den Zietenterrassen den Gastgeber. Nun ist der Pokal nicht für jedes Team der Wettbewerb, der bei Trainern und Aktiven die höchste Motivation hervorrufen muss, das Ergebnis zeigt aber, dass Sparta ein schwerer, langer Weg bevorsteht. Das junge Team erhielt den Todesstoß in dieser Partie in der Nachspielzeit.

Lange Zeit hatte das Team – nicht zu unrecht – geführt. 83 Minuten glaubte man am Greitweg, dass man mit dem jungen Team nach der durchwachsenen – mitunter auch schwachen – Vorbereitung nun doch mit einem Sieg in die Saison starten könne. Dafür war dem Team auch das Glück scheinbar hold. In der 27. Minute schoss Mario Kovacevic auf das Hainberger Tor. Der Schuss war nicht dafür geeignet, in der Hainberger Abwehr höchste Konzentration walten zu lassen. Während der Ball also auf das Tor von Damon Mojaddad kullerte, bereitete sich die Abwehr schon auf den Gegenangriff vor, als der junge Torwart – in der Vorsaison noch in der A-Jugend-Bezirksliga zwischen den Pfosten der Hainberger – den Ball durch die Hände gleiten ließ. Wie aus dem Nichts führten die Gastgeber. Aber die Führung war keineswegs unverdient. Sparta begann wie die Feuerwehr, presste aggressiv und zwang das Team von Trainer Carsten Langar immer wieder zu langen Notpässen.
Erst nach dem Gegentor begann der SC, sich aus der Umklammerung zu befreien. Ein Latten-Freistoß von Martin Schiller war die Initialzündung für Gleichwertigkeit und – mit zunehmender Spieldauer – für Überlegenheit der Hainberger, begünstigt durch die Rote Karte an Jabril Jamal wegen einer Tätlichkeit.
Dennoch ging der Gastgeber mit einer Führung in die Kabine.
Und diese sollte auch bis zur 83. Minute halten. Dann nämlich gelang dem Verteidiger Paul Rieck der Ausgleich. Gerade so etwas braucht kein unerfahrenes Team: Großer Kampf, lange Führung und dann plötzlich gleitet dir das alles aus den Händen. So kam es, wie es kommen musste: Niklas Pfitzner, machte den Fehler seines Towart-Kumpels aus der A-Jugend des Vorjahres wett und erzielte in der Nachspielzeit den Sieg-Treffer für den Gast.
Somit steht der SC Hainberg in der zweiten Runde des Bezirkspokals – im letzten Jahr begann man die Saison mit einer deprimierenden Niederlage beim SSV Nörten-Hardenberg. Sparta hingegen, das in der Vorsaison noch bis in das Halbfinale des Bezirkspokals einzog, muss aufpassen, dass diese Niederlage nicht den Zusammenbruch – wie bei jungen Teams oft zu beobachten – zur Folge hat. Aber Trainer Esmir Muratovic wird eine Gegenrezept kennen…

So spielten sie:

Sparta: Tim Markov, Jabril Jamal, Alexander Reinhardt, Franz Matezki, Viva Paramarajah, Ali Nasreddine (74. Steffen Hackethal, Erson Saciri, Lami Kosova (77. Maurice Taubert), Tarek Atriss, Adnan Sirip, Mario Kovacevic (70. Fabio Weiss).

SC Hainberg: Damon Mojaddad, Paul Rieck, Jan Lüdecke, Kevin Kahl, Steven Hühold (69. Sven-Olvier Sange), Robert Kerl (61. Kevin Schaffer), Torben Maas, Erik Parusel, Niklas Pfitzner, Alexander Hafner, Martin Schiller.
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