Teammanagerbericht: FSG Weser/Verna. (F)

Autor: Jens Wolf

03.09.2018

Manchmal sinkt das Niveau tiefer als die Titanic.

Kreisliga Göttingen Osterode | Teammanagerbericht FSG Weser/Verna. (F)

Das vierte Saisonspiel fand in Bodenfelde, gegen die SG aus Denkershausen/Lagershausen statt.


Kommen wir erst einmal zum sportlichen Teil. Mit einem vollen Kader, jedoch einigen lädierten Spielerinnen, starteten wir in die Partie. Heute in der „Verbandsliga“. Nicht sportlich, sondern medizinisch hatten wir diesen Namen sicher. Gut getapet ist fast gewonnen, war unser heutiges Motto. Also klebten wir meterweise von diesem bunten Wundertape auf diverseste stellen und starteten so in das Match. Spielerisch nicht überragend, doch immer noch einen Ticken besser als die Gäste. Wir hatten mehr Anteile auf unserer Seite. Ein unnötiger Freistoß, 30 Meter vor unserem Gehäuse, brachte Verwirrung in der Box. Leah versuchte zu klären. Der Abpraller hüpfte Richtung Tor, doch Sophia bekam ihn nach oben geschlagen. Zwei mal hüpfte er auf der Querlatte, bevor er einer Denkershäuserin aufs Knie fiel und in unserem Tor lag. Kopfschütteln an der Linie, entsetzte Gesichter auf dem Feld, klatschende Gäste und Schultern zuckende Fans der FSG. Also auf geht’s, den Rückstand gilt es zu legalisieren. Wir taten uns sichtlich schwer und so richtig gut sah es spielerisch nicht aus. Zwar ließen wir nichts zu, konnten aber auch nicht zielstrebig die Torfrau der Gäste fordern. Die sehr auffällig spielende Ramona hatte einen Abpraller, nach einem guten Distanzschuss von Lea, auf dem Fuß, konnte ihn aber nicht verwerten.
Nun zum Niveau. Als ein mitgereister, ich nenne Ihn mal nicht Fan, unsere Nr.9 mehrfach aufs übelste beleidigte, ich werde die Originalworte hier nicht Kund tun, stellte sich Coach Wolf vor seine Stürmerin und wies den Herren mittleren Alters nicht nur in die Schranken, sondern auch den Weg vom Platz. In seiner gewohnt lautstarken Weise stellte Wolf klar, dass er mit seinen Äußerungen übers Ziel hinaus geschossen ist. Darauf hin trat jener sicherheitshalber den Rückzug an. So etwas erlebt man zum Glück selten.
In der Pause konzentrierten wir uns auf das Wesentliche. Über simplen Fußball wollten wir zurück ins Spiel kommen. Wir waren noch bestimmender in der zweiten Halbzeit und ließen nur vereinzelt Aktionen auf unser Tor zu. Ramona war es, die sich nach einem der zahlreichen Foulspiele, den Ball schnappte und ihn aus 20 Metern ins Netz hämmerte. Der gute Schiri erkannte den Vorteil in diesem Moment und ließ zu recht weiter laufen. Ein Weckruf zur rechten Zeit. Alle krempelten erneut die Ärmel hoch und wollten diesen Sieg. So war es erneut Ramona die nach einem Distanzschuss, Denkershäusers Keeperin überwand und zum 2-1 Sieg einnetzte. Verdient war es allemal, aber nicht selbstverständlich. Um so lauter war die Freude in den eigenen Reihen über den dritten, wenn auch mal wieder knappen, Sieg im vierten Ligaspiel.
4 Spiele, 10 Punkte und immer noch ohne Niederlage. Wir wollen es nicht zu hoch bewerten. Jeder Punkt ist ein gewonnener Punkt um einen guten Platz im Mittelfeld zu erreichen.

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