VfR Osterode (F) - Frauen

Unentschieden im Heimspiel gegen den VfR Osterode
Es war ein packendes Spiel mit Torchancen auf beiden Seiten, tollem Kombinationsfußball der Gäste aus Osterode, tollem Kampf der Heimelf und am Ende gab es keinen Sieger - eigentlich gerecht. Denn : der VfR "gewann" die erste Halbzeit und 05 den zweiten Durchgang. Trotzdem konnten die Gastgeberinnen nicht vollends zufrieden sein, denn zu sehr schwang unmittelbar nach Abpfiff noch der Frust über die vergeben Chancen nach. Wäre nur eine davon genutzt worden, sicher hätte man das Heimspiel noch erfolgreicher gestalten können! Die Partie begann mit einen sprichwörtlichen Paukenschlag : nach einer Ecke nahm Michaela Siegmann einen abprallenden Ball direkt und hämmerte denselben an die Latte des VfR-Gehäuses (4.). Doch irgendwie rüttelte dieser Schuß die Gäste wach und sie begannen sich mehr und mehr Vorteile zu erspielen. Mit ihrem sicheren Kurzpässen setzten sie den 05erinnen zu, die ihrerseits einen enorm hohen Aufwand betreiben mußten, die Bälle zu erobern und zu klären. Dadurch lahmte es im Spiel nach vorn, denn sowohl beide Sechser, als auch Jennifer Krüger und Dorothea Krajczy im offensiven Mittelfeld mußten wieder und wieder nach hinten arbeiten und Lücken schließen. Alena Seppler, die sonst so angriffslustige Rechtsverteidigerin hatte ebenfalls alle Hände mit Ihren Gegenspielerinnen zu tun, sodass Entlastungen aus dem Spiel heraus in Halbzeit eins Mangelware blieben. Glück hatte der RSV, dass die VfR-Angreiferinnen vor dem Tor nicht kaltschnäuzig genug waren und somit Torhüterin Anke Kalb die Chance zum klären ließen. Kalb war es auch, die mit ihren gut gezielten Abschlägen den ein oder anderen Konter der Heimelf einleitete, aus dem aber kein Tor entstehen sollte - obwohl es auch für den VfR in Halbzeit eins schon zweimal recht knapp war, als der Ball quasi auf der Torlinie entlang rollte, aber einfach nicht den richtigen Weg finden wollte oder eine Verteidigerin beim Versuch zu klären mit Vollspann Richtung eigenes Tor zielte - der Schuß strich Zentimeter daneben. Nach der Pause änderten sich die Spielanteile und 05 übernahm das Kommando. Die Mannschaft presste nun deutlich früher auf Ball und Gegner und endlich war ihr der Siegeswille anzumerken, der sie in den letzten Wochen so ausgezeichnet hatte. Zwar mußte Stephanie Borm in der 53. Minute verletzt ausgewechselt werden, doch übernahm Innenverteidigerin Rebecca Specht Ihre Position vor der Abwehr, Sarah Gräßler rückte ins Abwehrzentrum, während Lil Wendeler auf der linken Abwehrseite eingetauscht wurde. So konnte 05 die Struktur im Spiel halten. Mit fortwährender Spieldauer hatte man auch das Gefühl, Osterode würde ein wenig nachlassen und vielleicht schon mit einem Punkt zufrieden sein. Das nutzte das Heimteam nun für einen Strumlauf, für den sich vor allem die linke Seite mit Dorothea Krajczy verantwortlich zeigte. Über Doppelpässe mit Jennifer Krüger oder einfach steil aus dem Mittelfeld geschickt kam die flinke Mittelfeldspielerin immer wieder in den gegnerischen Strafraum und wirbelte die insgesamt gute VfR-Abwehr gehörig durcheinander. Auch Jennifer Krüger zeigte das ein um andere Mal, welche Fähigkeiten sie hat : leider scheiterte Sie nach tollem Solo über Rechts aus kürzester Distanz und spitzem Winkel an der Gäste-Torfrau (65.). Auch nach Standardsituationen bestand permanent Gefahr vor dem VfR-Gehäuse, hier zielte Meike Walczyk nach einer Ecke zu hoch (72.), sodass es nach wie vor beim torlosen Unentschieden blieb. Die Gäste blieben trotz allem Druck auf ihre Abwehr durch Konter gefährlich und vor allem Lil Wendeler mußte ständig auf der Hut sein, die gefährlichste Osteroderin nicht entwischen zu lassen. Die 05-Abwehr stand aber insgesamt besser und ging auch wesentlich robuster zu Werke, was den Gästen nicht unbedingt behagte. Kurz vor Schluß dann die Szene des Spiels (85.) : langer Abschlag Kalb, die Abwehrzentrale des VfR verschätzt sich und auf einmal kann sich die unaufhörlich rackernde Sarah König ihren Bewacherinnen (!) entziehen und läuft allein auf das Gästegehäuse zu. Natürlich haben die Zuschauer den Torschrei schon auf den Lippen , doch König zielt aus sechs Metern schlicht vorbei. So bleibt es beim 0 zu 0 und der Punkteteilung. Zwar gewann Verfolger SVG mit 3 zu 2 gegen Rot-Weiß Göttingen, doch bleiben die Schwarz-Gelben in der Tabelle mit einem Punkt Vorsprung auf Platz 1. Am kommenden Samstag (10.11.) reisen die 05erinnen nun zum letzten Hinrundenspiel ins schöne Eichsfeld nach Mingerode. Hier beginnt die Partei um 14.00 Uhr. RSV 05 : Kalb, Gräßler, Walczyk, Specht, Seppler, Borm (53. Wendeler), Siegmann, Krajczy, Krüger, Preibusch (26. Pelka), König geschrieben von K.M.
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