Inter Roj verliert vier Punkte

3. Kreisklasse: Der Spielausschuss des Kreises bestraft das kurdische Team mit Punktabzug

25. September 2019, 19:43 Uhr

Am Grünen Tisch vier Punkte verloren: SV Inter Roj

Der SV Inter Roj musste im Vorjahr seine erste Mannschaft aus der 1. Kreisklasse abmelden. In der 3. Kreisklasse wollte sich der Verein in dieser Saison konsolidieren. Doch nun muss das kurdische Team einen Rückschlag hinnehmen. Dem kürzlich als Neuverpflichtung vermeldeten Mustafa Kösterelioglu wurde rückwirkend die Spielberechtigung entzogen. Offensichtlich wurde bei der Beantragung der Spielberechtigung des seit über einem halben Jahr nicht mehr aktiven Mittelfeldspielers ein Fehler begangen. Damit wurde sowohl der 3:0-Sieg gegen den TSV Waake Bösinghausen als auch das 3:3 am vergangenen Sonntag gegen den Bovender SV III mit jeweils 0:5 gegen den SV Inter Roj gewertet.

Was war passiert? Nach Aussage von Osman Demir, der das Team auch aktuell coacht und den Verein mit viel Engagement und Einsatz am Leben halten möchte, erklärte Mustafa Kösterelioglu bei den Gesprächen, dass sein letzter Verein der SV Ay Yildiz gewesen sei. Da er schon seit über einem halben Jahr nicht mehr gegen den Ball getreten habe, sei er sofort spielberechtigt. Nun übersah man bei der Beantragung der Spielerlaubnis beim kurdischen Verein offensichtlich, dass der Spieler noch immer - seit 2009 - bei Sparta Göttingen gemeldet sei. Nach eigenen Aussagen des Spielers sei er aber nie dort auch nur eine Minute aktiv gewesen. 

Da er im DFB-Net als spielberechtigt geführt war, kam er in den beiden Spielen auch kurzzeitig zum Einsatz. Doch dann soll ein Meldung von Sparta - die  Behauptung von Inter Roj konnte und wollte Staffelleiter Guido Sievert nicht bestätigen - auf den Irrtum hingewiesen haben. Die Meldestelle in Barsinghausen bestätigte gegenüber dem Spielausschuss in unserem Kreis die aktuelle Meldung des Spielers bei Sparta. "Warum war der dann im DFB-Net als spielberechtigt  geführt?", fragt Osman Demir, "bei Sperren wird doch ein Spieler automatisch vom System gekennzeichnet!", versteht der Trainer das nicht mehr. "Da der Spieler noch bei Sparta gemeldet ist, blieb uns keine andere Wahl, als gegen Inter Roj zu entscheiden.", erklärt Guido Sievert gegenüber Gökick. "Wir werden natürlich Einspruch einlegen.",  meint Osman Demir. Er könne die Bestrafung von Freizeitkickern und ehrenamtlich tätigen Funktionären in der elften Liga des Spielbetriebes nicht als Gerechtigkeit empfinden. Ob dieser Einspruch erfolgreich sein wird, scheint bei Lage der Dinge fragwürdig. Demir meint, der SV Ay Yildiz besitze noch den gültigen, alten Spielerpass, mit dem Mustafa Kösterelioglu zuletzt aufgelaufen war. Damit könnte er beweisen, dass der Spieler nach 2009 für einen anderen Verein gemeldet war. Gegen Zahlung von 50 Euro wolle der Türkische Verein diesen an den Kurdischen aushändigen...

Kommentar
Das Verhalten von Sparta, sollte es sich als korrekt erweisen, dass der Verein den Vorfall der zuständigen Verbandsstelle meldete, würde Kopfschütteln erregen. In der elften Liga - tiefer geht es nicht - andere Freizeit-Teams anzuschwärzen, um sich einen Vorteil im Volkssport-Fußball zu verschaffen, würde nicht gerade von hohem Sportsgeist zeugen. Zumal, wie man hört, Sparta sein drittes Teams womöglich selbst vom Spielbetrieb abmelden möchte - gegen den SC Rosdorf II trat das Team Stephan Ahlborn schon gar nicht mehr an. 

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