Spielbericht

Hainberg IV nach 15:1 Sieg gegen NK Croatia Göttingen II doppelter Spitzenreiter

03. September 2021, 15:55 Uhr

Was haben diese Ereignisse gemeinsam? Anstehen bei der Post vor Weihnachten, Menschen, die Dauermonologe halten, ohne auf den Punkt zu kommen oder ein Bridgeturnier im Altenheim? Richtig, sie gehören zu den langweiligsten möglichen Begebenheiten. Seit Donnerstag ist mit hoher Wahrscheinlichkeit auch die Partie des ersten Spieltages von SC Hainberg IV ganz vorne bei all diesen „Langeweilern“ einzuordnen, denn obwohl geschossene Tore ja bekanntlich das Salz in der Fußballersuppe sind, gestaltete sich der 15:1 Sieg gegen die Auswahl von Croatia alles andere als ein klassischer Hitchcock-Krimi ... aber der Reihe nach.

Autor: Babba Kloppmann

Foto: Babba Kloppmann

Bei herrlichstem Fußballwetter pfiff am Donnerstag Abend Schiri Torsten Baehnisch die Partie des ersten Spieltags der 3. Kreisklasse an und ehe es sich die Ersatzspieler auf der Bank gemütlich gemacht hatten, konnten sie auch schon zum Jubel ansetzen, denn nach nur 90 Sekunden erzielte „Opa“ (Özgür Bilge) den 1:0 Führungstreffer. Und schon nach weiteren 5 Minuten machte Boller (Daniel von Werder) seinem Ruf als konsequenter Chancenverwerter alle Ehre und traf zum 2:0. Kaum hatte sich der Jubel darüber gelegt, tankte sich Boller (Daniel von Werder) in der 9. Spielminute auf der linken Seite durch und seine schöne Flanke verwertete Neuzugang Steffen Köhne eiskalt zum 3:0. Und in diesem Stil ging es in annähernd gleichbleibenden zeitlichen Abständen weiter und weiter.

Hainberg Keeper Mark Schnitzker (s. Bild), hielt sich mit gymnastischen Übungen warm, während er seiner sicher vor ihm stehenden Abwehrreihe mit Axel Bachmann, Zeljko Matic, Christos Gouloudis, Ole Fröhlich und Lukas Dannenberg dabei zusah, wie sie einen Angriff nach dem anderen von hinten heraus einleiteten.
Das Mittelfeld mit Arthur Martel, Benni „Börner“ Krieft, Özgür Bilge und Steffen Köhne schaltete und waltete filigran und nach Belieben und kreierte für sich selbst oder für die Spitzen Boller (Daniel von Werder) und André Kaufmann im Sturm eine Chance nach der anderen. Selbst die als durchaus rustikal zu bezeichnende Reaktion der Croatia-Spieler konnte dem Hainberger-Sturmwirbel keine Grenzen setzen. Nachdem noch zweimal „Opa“, (Bild oben) Boller und Arthur Martell (22., 29. und 45. min.) auf 7:0 gestellt hatten, ging es dann in die Pause.
Teamchef Lohse, der in der Pause die Devise ausgab, Ruhe zu bewahren und sich möglichst nicht zu verletzen, wechselte munter durch. Und auch die um Dennis Steinmetz, Björn Waltemathe, Sven Foerster, und Ibo Aslin ergänzte Mannschaft, machte da weiter, wo vor der Pause aufgehört wurde. Den „Kistentreffer“ zum 10:0 markierte Urgewalt Boller (Bild unten) und obwohl das Spiel schon längst entschieden war, gingen die Spieler von Croatia weiter beherzt in die Zweikämpfe. Selbst der zur Hoffnung anregende 10:1 Anschlusstreffer konnte die Gemüter nur gemäßigt beruhigen. Der SC Hainberg besann sich auf seine spielerischen Qualitäten und kam durch Arthur Martel; Steffen Köhne, Boller, Dennis Steinmetz und André Kaufmann zu weiteren Treffern.

Als dann der gute Schiri Torsten Baehnisch, endlich auch zur Erleichterung der Zuschauer abpfiff, begann der wirklich anregende Teil dieses sportlichen Ereignisses, so dass die Tabellenführung, das schöne Zusammenspiel der Hainberger Mannschaft, die Torjäger („Opa“ - Özgür Bilge: vier Treffer, Boller - Daniel von Werder: fünf Treffer, Steffen Köhne und Arthur Martel: jeweils zwei Treffer, sowie André Kaufmann und Dennis Steinmetz) beim Kabinenbier adäquat gefeiert werden konnten, was dann allerdings alles andere als langweilig war.

Das Aufgebot: Mark Schnitzker (TW), Axel Bachmann, Arthur Martel, Christos Gouloudis, Jan-Ole Fröhlich, Andre Kaufmann, Benni „Börner“ Krift (Capitano), Opa – Özgür Bilge, Steffen Köhne, Lukas Dannenberg, Boller – Daniel von Werder, Sven Foerster, Ibrahim Aslin, Dennis Steinmetz, Björn Waltemathe, Zeljko Matic; Betreuer: Hermann Fuge; Teamchef: Jockel Lohse

Bildergalerie von Gökick


Kommentieren