17.08.2017

Gelungener Saisonstart

3. Kreisklasse C: SG Harste/Lenglern II - SC Hainberg V 2:5

Kleider ganz vorschriftsmäßig: Aco Pelé(sic) und Lukas Dannenberg

„Wunder(n) gibt es immer wieder ... heute und auch morgen ... können sie geschehen ....“ so oder ähnlich intonierte einst Schlagerstern Katja Ebstein und forderte damit ihre Zuhörer dazu auf, sich den Blick für das Ungewöhnliche und Besondere im Leben zu wahren und immer bereit für Außergewöhnliches zu sein. Wundern – gepaart mit Augen- und Ohrenreiben ... war am frühen Mittwochabend dann gleich vor Beginn des ersten Saisonspiels von Hainbergs V. Mannschaft angesagt, denn Schiri David Cwik referierte vor versammelter Mannschaft wie einst Oberlehrer Lämpel in seinem „Wort zum Mittwochabend“ über Fallstricke der Wahrnehmung im Schiedsrichterwesen, erklärte den seit ihrer Jugend kickenden Spielern, wie sie ihr Trikot zu tragen haben, gab zudem noch Tipps zum regelkonformen Auswechselvorgang und philosophierte über Spielerprotestäußerungen nach angeblichen Fehlpfiffen des Referees.

In journalistischer Verantwortung: Babba Kloppmann

Manch einer der Hainberger Akteure kniff sich da mal ganz schnell in den Arm, andere wähnten sich als Mitwirkende von „Verstehen Sie Spaß“, da jedoch weder Kurt Felix noch Paola hinter einem Busch hervorschnellten, war allen Beteiligten bei aller Verwunderung schnell klar: soeben wurde sie alle Zeugen von gänzlich Unwunderbarem.
Geradezu wunderbar dagegen gestaltete sich dann aber auf dem Platz das fußballerische Kunsthandwerk von Teamchef Jockel Lohses Buben, denn sie waren der - am Fußballwunder arbeitenden und daher mit Spielern aus der 1. Kreisklassemannschaft aufgepimten Gastgeber-Elf - in allen Belangen deutlich überlegen.
Im 3 Minutentakt erspielten sich die Hainberger Großchancen. Im Mittelfeld brillierten die Virtusosen Capitano Lutz Wegener, Christos Gouloudis, Fußball-Comedian Aco Pelé(sic) und Benni Börner mit ansehnlichsten Ballstafetten und leisteten so die perfekte Vorarbeit für „Boller“ und Dennis Steinmetz, die der gegnerischen Abwehr mit Volldampf wie ein verfrühter Herbststurm durcheinander wirbelten. Einzig Gästekeeper Nico Gribecker warf sich diesem fußballerischen Unwetter entgegen und parierte in sensationeller Manier eine Vielzahl der Hainberger Geschosse. Was der an diesem Abend hielt, das grenzte tatsächlich an ein Wunder. Und wenn er dann doch mal bezwungen schien, erwiesen sich Pfosten oder Latte als sein Freunde.
Leider kam es zunächst wie so oft schon in diesem von allen Akteuren so geliebten Sport: Vorne wollte der Ball einfach nicht reingehen und hinten nutzten die Gastgeber eine der wenigen sich bietenden Chancen zur 1:0 Führung.
Eine kurzen Moment dauerte es, bis sich die in blau-weiß spielenden Hainberger davon erholten. Dann eroberte Christos Gouloudis den Ball, schickte Dennis Steinmetz, der wiederum flach auf Boller vorlegte und schon war die Angelegenheit wieder gerade gerückt: 1:1. Kurz darauf „vollstreckte“ Dennis Steinmetz unter Mithilfe von Sven Förster einen von Benni Börner scharf hereingeschlagene Eckball. Mit 2:1 ging es in die Pause.
Alles hätte weiter so schön laufen können, wenn nicht Schiri Cwik permanent den Versuch unternommen hätte, weitere Verwunderung zu erzeugen. Und so pfiff und pfoff er dann, wie ihm sprichwörtlich die „Pfeife gewachsen war“, was selbstverständlich auf beiden Seiten zu heftigsten Irritationen führte. Und als Schiri Cwik den auf der Bank sitzenden Sven Förster auf seine gelb-rot Blindheit testete, wurde so manch einem klar, in welchem Zusammenhang das Pfeifkonzert der Aufgebrachten zu der vorausgegangenen Vortragsreihe des Referees standen.
Jede mental normal gestrickte Mannschaft hätte wohl über mehrere Wochen traumatisiert auf roten Ledercouches verbracht, nicht so die von Therapeut Lohse hervorragend eingestellte Mannschaft.
Nachdem Dennis Steinmetz vor dem Gästetor einen Ball eroberte, die Abwehr narrte und dann auch noch den Torwart umspielte und zum 3:1 einschob, bogen Jockels Buben endgültig auf die Siegerstraße ein.
Nachdem Harste/Lenglern dann noch zum 3:2 verkürzte, geschah erneut fußballerisch Wundervolles. Einen Abschlag von Fänger Frank Wolany ballerte Boller (Daniel von Werder) aus 20 Metern unhaltbar ins Gehäuse; und den Abschluss machte dann Benni Börner, der den zu weit vor dem Kasten stehenden Gästekeeper mit einem Heber aus 40 Metern überraschte. 5:2 – ein gelungener Auftaktsieg und schon mal der erste Pflock eingerammt, worauf dann nach dem Spiel angestoßen wurde.
Und so manch einer hatte bei der Heimfahrt noch die Klänge von Katja Ebstein im Ohr, denn dass könnte der Beginn einer wunder(n)baren Saison gewesen sein.

Die Helden vom ersten Spieltag: Frank Wolany, Axel Bachmann, Sven Förster (mit gelb rotem Farbenspiel bedacht), Lukas Dannenberg, Marko Küster, Guido Hübner, Christos Gouloudis, Aco Pele(sic), Benni Börner, Dennis Steinmetz, Boller (Daniel von Werder), Lutz Wegener (C), Lars Heuermann, Björn Waltemethe, Ole Fröhlich; Betreuer: Wolgang Thiele, Teamchef: Jörg Lohse

Dich interessiert diese Liga? Dann hinterlass deine emotionale Bewertung bei Facebook!

Videos und Foto-Galerien in der Gökick-Mediathek

Kommentieren

Vermarktung:

Mehr zum Thema

Aufstellungen

SG Harste/Lenglern II

Noch keine Aufstellung angelegt.

SC Hainberg V

Noch keine Aufstellung angelegt. (werde jetzt Teammanager dieser Mannschaft)