Landesliga

"Die Jungs sind heiß wie Frittenfett"

11. Juli 2020, 12:33 Uhr

Die Neuen und der Trainer-Stab

Am Freitag hat der Landesligist TSV Landolfshausen/Seulingen seine Neuzugänge der Öffentlichkeit vorgestellt. Bereits bekannt war, dass ab der kommenden Spielzeit ein neuer Trainer das Zepter in Landolfshausen und Seulingen schwingen wird. Der ehemalige Landolfshäuser Spieler Florian Jünemann hat die Aufgabe übernommen. Mit ihm fanden fünf neue Spieler den Weg zu jenem Verein, der, auch aufgrund der Kuhweide direkt neben dem Sportplatz, gern als Urtyp des Dorfvereins herhalten muss.

Titelfoto, von links: Fitnesstrainer Moritz Jünemann, Co-Trainer Jannick Meck, Lennart Alberding, Kevin Becker, Julian Muster, Nico Diederich, Ole Köhne, Trainer Florian Jünemann und Betreuer Martin Scholz

Doch die Ziele, die unter dem neuen Coach formuliert werden, sind ehrgeizig: „Die Zielsetzung für den TSV Landolfshausen/Seulingen kann nur heißen, so früh, wie möglich den Klassenerhalt zu schaffen. Darüber hinaus wollen wir Punkte sammeln, um uns möglichst in der oberen Tabellenhälfte zu platzieren. In dieser kleinen Liga wird jedes Spiel hochbrisant.“, so der Trainer.

Mit ihm wurden am Freitag die Neuzugänge Julian Muster (Stürmer, Eintracht Ergste, Kreisliga A Iserlohn), Kevin Becker (Mittelfeld, ATGV Kleinalmerode, Gruppenliga Kassel), Nico Diederich (Abwehr, 1. SC Göttingen 05 U19, Niedersachsenliga), Ole Köhne (Abwehr, JFV Eichsfeld U19, Landesliga und bereits seit Winter Lennart Alberding (Abwehr, FC Gleichen, Bezirksliga) vorgestellt. Verlassen haben den TSV lediglich Justin Günther (SV Groß Ellershausen/Hetjershausen) und Christoph Baumann (SV Altencelle). 

Zur aktuellen Lage und zur Entscheidung des Bezirkes, die Landesliga zu teilen, meint Jünemann: „Die Zweiteilung der Liga und die dadurch entstehende Anhäufung von Derbys sind für uns sehr interessant. Wir haben weniger Fahrten und sparen dadurch auch Kosten. Schade ist, dass wir nach der Punkte-Runde keine Play-Offs spielen. Wir nehmen es, wie es ist. Es wird für uns sicher schwerer. Da nur 16 Spiele gespielt werden, dürfte um die Punkte noch verbissener gekämpft werden.“, so der 44-jährige Übungsleiter. Er sieht den Aufsteiger SSV Nörten-Hardenberg mit seinen namhaften Verstärkungen als Favoriten auf die Meisterschaft.

Die Arbeit mit dem Team bereitet Jünemann offensichtlich große Freude: „Es ist meine erste Station als Herren-Trainer. Ich bin aber schon seit etwa 20 Jahren als Jugend-Trainer aktiv. Mit Mecki (Co-Trainer Jannick Meck) und Moritz (Co-Trainer Moritz Jünemann) bin ich schon lange im Gespräch, wir tauschen uns über die Mannschaft und über die zukünftigen Systeme aus. Dass ich den Job irgendwann einmal übernehmen werde, war schon lange im Gespräch, dass es allerdings dann jetzt so schnell ging, hat doch alle ein wenig überrascht. Es macht aber einen riesen Bock, mit der Truppe zu arbeiten. Die Jungs sind heiß wie Frittenfett.“

Insgesamt stehen dem Coach 33 Spieler zur Verfügung. Durch diesen großen Kader wird sicher auch die zweite Mannschaft, die in der Kreisliga spielt, gestärkt. Gefragt nach seiner Trainer-Philosophie, antwortet Jünemann: „Mir macht es Spaß, wenn die Mannschaft auf dem Platz organisiert Fußball spielt. Eine Mannschaft darf kein Harakiri spielen. Wir brauchen mindestens zwei, drei Systeme, um die Gegner vor Herausforderungen zu stellen. Wir werden also neben der Dreierkette, die wir zuletzt immer spielten, auch eine flexible Vierkette beherrschen. Wir packen es an, werden die Situation meistern. Wir werden uns in Zukunft in vielen Bereichen breiter aufstellen.“, so der C-Lizenz-Inhaber. Es herrscht allgemeiner Optimismus beim besten Dorfverein der Region.

Landesliga Staffel A (Landesliga Süd)
1 1. SC Göttingen 05
2 SC Hainberg
3 TSV Landolfshausen-Seulingen
4 TuSpo Petershütte
5 KSV Vahdet Salzgitter
6 SC Gitter
7 SV Lengede
8 TSG Bad Harzburg (A)
9 SSV Nörten-Hardenberg (A)

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