Oberliga

Dennis Erkner erwartet schweres Kampfspiel

16. Oktober 2020, 13:56 Uhr

Wollen auch gegen Tündern jubeln: Die SVG-Spieler

Man stelle sich vor: Arminia Bielefeld wäre als Bundesliga-Aufsteiger nach einem Drittel aller Spiele ungeschlagener  Tabellenführer. Dieses Beispiel führt SVG-Trainer Dennis Erkner an, wenn er die in seinen Augen erstaunliche Leistung seines Teams in der Oberliga verdeutlichen möchte. Denn die SVG ist nach sechs von 18 Spielen in der Staffel Braunschweig/Hannover als Aufsteiger ungeschlagener Tabellenführer. Um so erstaunlicher ist es, dass manche Experten die zwei Auswärts-Remis zuletzt tatsächlich als Zeichen der Schwäche des Spitzenreiters deuten. 

"In der Oberliga geht es in jedem Spiel sehr eng zu. Alle Spiele, die wir bisher bestritten haben, hätten wir auch verlieren können. Selbst beim 5:0 über Lupo Martini stand das Spiel lange Zeit auf des Messers Schneide.", verdeutlicht Dennis Erkner, dass sein Team keineswegs eine Übermannschaft in der Oberliga sei. Während bei vielen Gegnern Spieler mit Regionalliga-Erfahrung auf dem Rasen stünden, hätten einige seiner Jungs vor zwei Jahren noch in der Bezirksliga gekickt. Trotzdem hätte der Göttinger Erfolgstrainer auch schon bemerkt, dass die Gegner gerade gegen den Tabellenführer das Risiko minimieren würden und sich defensiver verhielten, als gegen andere Gegner. Videoanalysen hätten das deutlich gezeigt. Natürlich sei aktuell auch die Erwartungshaltung bei den Zuschauern größer, obwohl die Tabelle nicht als Maßstab für Leistungsunterschiede in den direkten Duellen herhalten kann. "Wir werden garantiert nicht ungeschlagen durch die Saison kommen!", ist sich der Göttinger Trainer sicher. 


Am Sonntag empfängt die SVG Göttingen im erst dritten Heimspiel den Letzten der Abbruch-Saison des Vorjahres, BW Tündern. Der Gast aus Hameln startete mit einem Sieg und drei Remis in das Spieljahr. Zuletzt musste sich die Mannschaft von Trainer Tim Piontek zweimal knapp mit 0:1 gegen Germania Egestorf-Langreder und Lupo Martini Wolfsburg geschlagen geben. Die Bilanz zeigt, dass die Sandweg-Elf sich einem Team auf Augenhöhe gegenüber sieht. "Die Videoanalysen hätten gezeigt, dass Tündern sehr kampfstark ist. Im Team herrscht offensichtlich ein Geist, nie aufzugeben.", hat der Göttinger Trainer erkannt. Jedes Team möchte gern den Spitzenreiter zu Fall bringen, auch Tündern würde sich gern damit schmücken wollen. Die bei Erkner mit großem Aufwand und viel Akribie durchgeführten Gegner-Analysen hätten aber auch Tünderns Schwächen aufgezeigt. Ob es seinem Team gelingt, diese aufzudecken, können die Fußballfreunde am Sonntag ab 15:00 Uhr prüfen. Der Einsatz von Tündern-Spielmacher Jannik Hilker nach seiner verletzungsbedingten Auswechslung im Spiel gegen Lupo Martini ist nach Angaben der des Gastvereins noch nicht sicher.

Bei den Göttingern fehlen die verletzten Patrick Hofmann und Rolf-Hendrik Ziegner sowie der beruflich verhinderte Mathis Ernst. Hinter dem Einsatz von Alexander Kern steht noch ein Fragezeichen. "Was mich optimistisch stimmt: Die Jungs brennen in jedem Training, sind nicht satt und wollen zeigen, was sie können!", so der  Coach. 

Der Form-Vergleich der beiden Mannschaften

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