24.04.2018

Das Kunststück des Julian Kratzert

Landesliga: SCW-Torjäger Julian Kratzert gelang in Lehndorf ein Anstoß-Tor

Die meisten Zuschauer waren noch nicht auf dem Platz, das Video-System des Lehndorfer TSV noch nicht vollständig aufgebaut. Da gelang dem aktuell besten regionalen Stürmer der Landesliga (14 Saisontore) ein ganz seltenes Kunststück: Der 24 Jahre alte Julian Kratzert schoss den Anstoß der Partie seines SCW Göttingen beim Lehndorfer TSV direkt ins Tor. „Maikel König und ich stehen immer zusammen beim Anstoß. Schiedsrichter Felix Bickel meinte noch, dass sei ja Old School. Ich habe gesehen, dass der Torwart etwa sieben Meter vor seinem Kasten stand, bat Maikel, aus dem Weg zu gehen und habe einfach mal direkt draufgehalten.“, berichtet Kratzert gegenüber Gökick. Der Ball, mit Vollspann/Innenspann geschlagen, hatte genug Zug, unter der Latte des von Torben Halldorn gehüteten Gastgeber-Tores einzuschlagen.

Schon bei vielen anderen Spielen hätten sich der Torschütze und sein Kapitän Maikel König darüber unterhalten, einen Ball, wenn der Gegner-Torwart die Situation noch unterschätzen würde, direkt mit dem Anstoß ins Tor zu schießen. „Ich versuche es öfter aus der Distanz. Letzte Saison ist mir das gegen Vahdet kurz vor Schluss mit dem Siegtreffer von der Mittellinie gelungen. Das habe ich wohl von meinem Vater geerbt, der das früher regelmäßig gemacht hat.“, berichtet der Wender Goalgetter. Damit dürfte das Tor das schnellste in der Geschichte des Vereins gewesen sein. Der Ball schlug nach etwa drei Sekunden ein. Das Spiel endete nach dem schnellen Ausgleich und der Halbzeitführung für Lehndorf am Ende nach einer Leistungssteigerung noch mit 3:2 für die Jungs aus dem Norden Göttingens. „Eigentlich wollte ich das auch am Sonntag gegen Dennis Koch versuchen, doch nun dürfte er gewarnt sein.“, freut sich Kratzert auf das Derby am Sonntag gegen den FC Grone in Weende. Julian wird übrigens, trotz Offerten anderer Vereine, auch im kommenden Jahr in Weende bleiben. Er fühlt sich dort im Team unter Trainer Marc Zimmermann pudelwohl. Jetzt gelte seine Konzentration voll und ganz dem Klassenerhalt und dann freut er sich auf eine neue Landesliga-Saison mit vielen spannenden Derbys – vielleicht ja auch mit dem nächsten direkten Anstoß.

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