17.11.2018

Nicht immer so lange zittern müssen

Das Kreisliga-Hinrunden-Fazit: Teil 4: SV Germania Breitenberg

Die Hinrunde der Kreisliga ist beendet. Die Teams werden sich in der ersten Hälfte des Winters auf den Hallenturnieren der Region tummeln und später in die schweißtreibende Vorbereitung auf die Rückrunde stürzen. Gökick lässt die Hinrunde der Saison 2018/19 Revue passieren und schaut noch einmal auf die Besonderheiten der einzelnen Teams und der gesamten Spielklasse. Dazu hat die Redaktion auch die Trainer der Liga befragt. Der Ball ruht, doch im Hintergrund laufen bereits die Planungen für die Rückrunde. Wer wird sich verstärken, worauf wird der Fokus gerichtet?

Der SV Germania Breitenberg wurde vor der Saison aufgrund der zahlreichen Neuverpflichtungen – unter ihnen auch Trainer Jan Ringling – nicht nur als Geheimfavorit genannt. Der neue Coach freilich war bei der Einschätzung des Leistungsvermögens seines Teams vor der Saison realistischer, sprach von einem Prozess, aus dem bunt zusammen gewürfelten Haufen eine schlagkräftige Einheit zu formen. Der Saisonverlauf sollte ihm recht geben. Es dauerte bis zum vierten Spieltag, ehe Breitenberg erstmals den Platz als Sieger verließ. Dann folgte längere Erfolgsphasen, gelegentlich jedoch auch unterbrochen von überraschenden Niederlagen. Dennoch überwintert die Ringling-Mannschaft auf einem sehr guten dritten Tabellenplatz. Da der Rückstand zu den beiden Spitzenreitern aber schon sechs Punkte beträgt, kann man die Eichsfelder getrost als Anführer des Mittelfeldes bezeichnen. Die Bilanz Germanias: Zehn Siegen und drei Remis stehen drei Niederlagen gegenüber. Rene Jung ist mit fünf Treffern der erfolgreichste Torschütze der Germanen.

„Bei uns muss man das Ganze differenziert sehen. Tabellarisch gesehen haben wir eine ordentliche Saison gespielt, keine sehr gute. Was die Tabelle betrifft, sind wir sehr zufrieden und absolut im Soll. Was aber die Art und Weise angeht, wie wir unser Spiele bestreiten wollen, da haben wir noch viel Luft nach oben.“, bilanziert Trainer Jan Ringling. Es sei noch an vielen Stellschrauben zu drehen. Schlimm sei das aber nicht, weil die Basis jetzt gelegt sei und nun müsse es in der Rückrunde gelingen, jene Dinge zu verbessern, wie es in der Hinserie aufgrund der Kürze der Zeit noch nicht gelungen sei. „Wir müssen in jedem Spiel richtig kämpfen. Bis auf das Spiel gegen Neuhof waren alle Spiele äußerst eng.“, resümiert der Coach. „Es wäre schön, wenn es uns in der Rückserie gelingen könnte, die Spiele schon eher zu entscheiden. Im letzten Spiel gegen Groß Schneen hat man gesehen, dass das Glück nicht immer auf unserer Seite ist.“, erinnert sich Ringling. In der Partie am 11. November musste Breitenberg in der Schlussminute den Ausgleich des Abstiegskandidaten hinnehmen. Das soll auch das Hauptaugenmerk für die Vorbereitung sein: In einem Spiel auch mal mit zwei oder drei Toren in Führung zu gehen, um nicht in jedem Spiel bis zur 96. Minute zittern zu müssen. Deshalb wird sich die Vorbereitung intensiv mit der Verbesserung des offensiven Spiels befassen. „Mit den lediglich 17 Gegentoren sind wir gut aufgestellt (nach Rotenberg die zweitbeste Abwehr der Liga, Anm. d. Red.), doch mit den 27 erzielten Toren gehören wir eigentlich nicht auf den dritten Platz.“, schätzt der Trainer realistisch ein. Ohne es überbewerten zu wollen, sei der Derbysieg gegen Rotenberg (1:0) einer der Höhepunkte der Saison gewesen. Als Rückschläge sehe der Trainer aber dann leider die immer wiederkehrenden Niederlagen, wie das 0:3 auf eigenem Platz gegen HarzTor. „Uns fehlt noch ein wenig die Konstanz, auch hier werden wir uns in der Rückrunde verbessern müssen.“. Daran werde das Team in der Vorbereitung intensiv arbeiten.

Germania startet am 17. März mit dem Spiel bei der SG GW Hagenberg in die Rückrunde der Kreisliga.


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