Spielbericht

Kalte Dusche im Spiel gegen „Drei“ für SC Hainberg IV – Tabellenführer gibt Punkt ab: 4:4 bei Inter Roj Göttingen - Held der Partie: Inter Roj Keeper Süleyman Demir

18. Oktober 2021, 09:51 Uhr

Einer von zwei Elfmetern von Steffen Köhne

Fußball verkehrt beim Spiel der 3. Kreisklasse C zwischen Hainberg IV und Inter Roj Göttingen? Chancen auf beiden Seiten, ein Spiel, das hin und her schwankte und am Ende ein aus Sicht der Hainberger unverdienter Punkteverlust, aber der Reihe nach:

Bericht von Sebastian Babba Kloppmann (SC Hainberg)

Bei bestem herbstlichen Fußballwetter trafen die durch Verletzungen oder Absentismus um verschiedene Stammkräfte („Opa“ Özgür Bilge, Aco Pelé(sic), Zjelko Matic, Benni Börner, André Kaufmann, Mark Schitzker, Axel Bachmann, Harri Siegmann, Lutz Wegener, Marco Küster, Muhrat Bayri, Tobi Wagner) erheblich dezimierte Mannschaft des Tabellenführers SC Hainberg und Inter Roj im Jahnstadion aufeinander.
Trotz dieses aus Hainberger Sicht unvorteilhaften Umstandes startete die an diesem Tag von Teamchef-(Assistenz) Ole Fröhlich gecoachte Hainberger Mannschaft konzentriert und engagiert in die Partie, die von Beginn an – zur Freude der 40 angereisten Zuschauer - hin und her und rauf und runter ging.
Chancen im Minutentakt einerseits für den Tabellenführer - auf der einen Seite, Pfostentreffer für Inter Roy auf der anderen Seite. In der 12. Minute belohnte sich Hainberg dann nach schönem Zuspiel von „Boller“ (Daniel von Werder) auf Dennis Steinmetz mit dem 1:0 und obwohl die Führung aus Hainberger Sicht durchaus verdient war, bahnte sich schon so früh in der Partie an, dass an diesem Tag der wahre Hainberg-Gegner Nummer eins der Inter Roj Keeper Süleyman Demir sein würde. Denn was Süleyman Demir hielt und wie er allerbeste Hainberger 100-Prozent Chancen zunichte machte, war schlicht und ergreifend großartig: in Zauberer-Houdini-Manier entschärfte der „Torwart-Hexer“ ein ums andere mal die von Hainberg auf sein Gehäuse gebrachten Bälle, was den Hainberger Stürmern von Minute zu Minute mehr und mehr Respekt einflößte und zugleich den unterstützenden Akteuren auf der Hainberg-Bank den schon fast ausgerufenen Torjubel mehrfach in der Kehle stecken ließ.
Mit diesem Umstand, es mit einem an diesem Tag scheinbar unüberwindbaren Keeper zu tun zu haben, stellte sich - damit einhergehend - der zweite Hainberg-Gegner dieses Spieltages vor: die Nachlässigkeit bei der Verwertung sehr schön herausgespielter bester Torchancen. Und wie es manchmal beim Fußball so ist, war im Anschluss an die Hainberger Führung in der 21., 22. und 23. Minute jeder Schuss von Inter Roj auf das Hainberger Tor ein Treffer. Wie im Tor-Selbstbedienungsladen und im „Wer will noch mal, wer hat noch nicht“?-Stil gestalteten sich diese drei turbulenten Minuten, denen die Hainberger nichts entgegenzustellen vermochten.

Teamchef-(Assistenz) Fröhlich reagierte unmittelbar und stellte die Hainberger Abwehr auf eine Viererkette um, was sofort für mehr Beruhigung vor dem eigenen Tor sorgte. Zudem brachte ein von Steffen Köhne in der 38. Minute verwandelter Foulelfmeter die Gäste vor der Halbzeit auf 2:3 (s. Bild) heran.


Hainberg wollte sich nicht geschlagen geben und so motivierte Mittelfeld-Leader Steffen Köhne seine Mannschaft in der Pause mit einer flammenden „Wir-schaffen-das-los-gehts“- Ansprache. Doch das Muster des Spiels blieb zunächst das gleiche. Hainberg warf alles nach vorne, kreierte eine Chance nach der anderen doch Keeper Süleyman Demir hatte seinen Kasten scheinbar vernagelt. Inter Roy spekulierte parallel zu den Hainberger Bemühungen auf Konterchancen.
Nachdem die Hainberger nochmal durchwechselten und so mehr Ordnung in ihr Spiel brachten, gelang Boller“ (Daniel von Werder) in der 80. Minute mit einem gekonnten Schuss mit der Pike aus 22 Metern doch noch der mehr als verdiente 3:3 Ausgleich. Und nachdem Kevin Kahl im Strafraum gelegt wurde, stellte Steffen Köhne in der 84. Minute mit seinem zweiten verwandelten Elfmeter zur 4:3 Führung für den SC Hainberg.
Im Anschluss daran erwies sich Schiri Udo Binne für einen kurzen Moment als Hainberg Gegner Nummer drei an diesem Tage, denn nach einem „aus-der-Luft-gegriffen-Pfiff“, nutzte Inter Roj Stürmer Hizni Rammo den zugesprochenen Freistoß und die Verwirrung in der Hainberger Abwehr zum 4:4 und damit zum viel umjubelten Ausgleich-Endstand.

Den Hainbergern war die Enttäuschung für einen Moment sichtlich anzumerken, doch das von Stefen Köhne spendierte Bier wurde schnell genutzt, um die einerseits die großartige Keeper Leistung von Süleyman Demir sportlich zu würdigen und auf ein wirklich abwechslungsreiches Fußballspiel anzustoßen.

Die Mannschaften (laut Fußball.de):

SC Hainberg IV: Reinhard Penno (Tor), Kevin Kahl, Robin Gröling, Dennis Steinmetz, Sven Foerster, Arthur Martel, Björn Waltemathe, Lukas Dannenberg, Jan-Ole Fröhlich (C / Teamchef-Assistenz), Daniel „Boller“ von Werder, Steffen Köhne, Helmut Hobrecht, Hermann Fuge, Sebastian Kloppmann, Ibo Aslin.

Inter Roj Göttingen: Süleyman Demir, Osman Demir, Sadam Abdalgader, Yilmaz Öztuerk, Cihan Dogan, Erkan Demir, Ejder Dogan, Fereg-Mohammed Nerweiy, Mustafa Demirkiran, Kazim Sahin, Hizni Rammo ,Zana Rammo, Cetin Polat, Hamdullah Demir, Trainer: Osman Demir

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