31.10.2019

Hainberg bleibt im Negativ-Trend

Landesliga: SC Hainberg - SSV Vorsfelde 0:4 (0:1)

Der SC Hainberg hat am Reformationstag sein Nachholspiel auf dem eigenen Rasenplatz gegen den SSV Vorsfelde klar und am Ende deutlich mit 0:4 (0:1) verloren. Damit setzte das Team von Trainer Lukas Zekas den negativen Trend der letzten Wochen fort: Es war nicht nur die dritte Niederlage am Stück, das Zietenterrassen-Team bleibt inzwischen seit acht Spielen ohne einen Sieg, errang in dieser Zeit nur einen einzigen, mageren Punkt. Der SC Hainberg bleibt somit auf Abstiegsplatz vierzehn hängen. Die Euphorie nach dem Neuanfang unter dem jungen Trainer zu Saisonbeginn ist inzwischen einer großen Tristesse gewichen. 

In der ersten Halbzeit sahen die etwa 150 Zuschauer, die sich bei kaltem, windigen Wetter auf den Sportplatz auf den Zietenterrassen wagten, ein Spiel auf Augenhöhe. Bei den Hausherren fehlte Niklas Pfitzner wegen einer Gelb-Roten Karte aus dem Spiel in Kästorf. Beide Mannschaften waren um Tempo und Spielfluss bemüht, Torraumszenen blieben Mangelware. Kurz vor der Halbzeitpause gelang den Gästen die Führung, als Hainbergs Schlussmann Alex Stankovic einen Schuss von der Brust abtropfen ließ und Nico Gerloff sich mit dem 1:0 bedankte. Dass die Phrase, ein solches Tor sei zum psychisch günstigen Zeitpunkt gefallen, auch einmal stimmen würde, war den Zuschauern zu diesem Zeitpunkt noch nicht bewusst. 


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Zum zweiten Durchgang kamen die Zekas-Schützlinge lange vor dem Gegner und voller Tatendrang auf den Platz. Nicht mehr unter ihnen weilte des Trainers Bruder Tomas Zekas, der durch Max Sperling ersetzt  wurde. Doch als in der 59. Minute ein Fehler beim Spielaufbau durch Jan Broistedt zum 2:0 für die Gäste bitter bestraft wurde, sollte der Widerstand der Hausherren erlahmen. Torwart Alex Stankovic verletzte sich bei seiner Rettungstat im Zuge des Gegentreffers am Kopf. Er musste den Platz verlassen und wurde durch den 57-jährigen Torwart-Trainer Piotr Podolczak vertreten. Es mutet schon ein wenig seltsam an: Da wird beim SC Hainberg unter Zekas auf der einen Seite hoch professionell mit Videoanalysen für jedes Spiel gearbeitet und auf der anderen Seite so amateurhaft ohne einsatzfähigen Ersatzkeeper - und das bei drei Mannschaften im Spielbetrieb. Einige Alt-Hainberger unter den Zuschauern frotzelten, beim nächsten Landesliga-Spiel die Schuhe auch wieder aus dem Keller holen zu wollen. Piotr Podolczak zeigte, das muss erwähnt werden, eine tadellose Leistung. Aber auch er konnte die weiteren Gegentore durch Jan Broistedt (77.) und Fynn Breit (88.) nicht mehr verhindern. Weitere Gegentreffer wären möglich gewesen, doch entweder rettete Podolczak oder das Aluminium für den gegen Ende nur noch bemitleidenswerten SC Hainberg. Mit 0:4 unterlag ein im zweiten Abschnitt nicht mehr ligataugliches Zietenterrassen-Team gegen eine Mannschaft aus dem Mittelfeld der Landesliga. 

Nun dürfte Zekas als Psychologe gefragt sein. Nach acht sieglosen Spielen steht am Sonntag der Tabellendritte TSC Vahdet Braunschweig auf dem Sportplatz des SC Hainberg - eine vielleicht sogar noch schwerere Aufgabe als der SSV Vorsfelde sie darstellte. 

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