Mein Gökick

Teammanagerbericht: TSC Dorste

08.08.2017

Endlich wieder Kreisliga! Ach nee…1. Kreisklasse

1. Kreisklasse Nord | Teammanagerbericht TSC Dorste

Gefühlt seit Vereinsgründung 1907 gehörte der TSC Dorste zur Kreisliga. Seit dem Abschneiden in der unteren Tabellenhälfte in der letzten Saison ist diese Ära vorbei. Trotzdem finden sich die Grün-Weißen irgendwie in einer Kreisliga der Mannschaften aus dem Altkreis Osterode wieder.
Die Saisonvorbereitung lief daher eigentlich wie immer – vielleicht sogar noch besser als in den letzten Jahren. Am Mittwoch vor dem Start tummelten sich insgesamt 36 Akteure aus der Seniorenabteilung auf dem Rasen. Somit konnte am Sonntag auch die Zweite Vertretung des TSC aus dem Vollen schöpfen und kam prompt mit einem 1:5 Auswärtssieg wieder nach Dorste.


Der Beitrag aus der 1. Kreisklasse Nord wird präsentiert von:

Zum Gefühlsleben vor einer neuen Saison kann der Autor persönlich aus dem Nähkästchen plaudern:

Donnerstag:
Ich bin zum Kundenbesuch und werde gefragt: „Sie spielen doch beim TSC Dorste. Gegen wen geht es denn am Sonntag?“. Man merkt, dass die Menschen in Osterode trotz der Magerkost der großen Vereine sehr interessiert sind am lokalen Fußball.

Freitagabend:
Die Sportwoche auf dem Sportplatz des TSC Dorste beginnt. Ich bin schon 16:30 Uhr da. Hier werde ich wiederholt auf den Saisonstart angesprochen. „Wie sieht es aus für Sonntag?“ – „Was ist drin für Euch in dieser Serie?“ – „Sonntag geht endlich das normale Leben wieder los, jetzt fehlt nur noch die Bundesliga.“

Samstag:
Wir sind zur Hochzeit eingeladen. Der Plan lautet „Mehr Wasser als Bier trinken!“, denn ich will fit sein für den Start gegen Harztor 2. Beim fünften Bier werde ich kritisch beäugt von anderen Gästen aus Dorste. „Musst du morgen nicht spielen?“ höre ich insgesamt sieben Mal und ich gebe sieben Mal mein Geheimrezept weiter. Im Laufe der Jahre funktioniert „Mehr Wasser als Bier trinken“ wesentlich besser als „Vollgas bis 0 Uhr und dann Wasser“.

Sonntagmittag:
Wir sind zum 65. Geburtstag eingeladen. Das Willkommensgetränk im Restaurant wird gegen O-Saft eingetauscht. Das leckere Mittagsbuffet wird nur um ein paar Häppchen erleichtert. Bevor der Nachtisch serviert wird, muss ich mich verabschieden. Allerdings fällt es mir nicht schwer, denn ich bin trotz meiner 15. Saison immer noch heiß wie Frittenfett auf das Spiel um 15 Uhr.

Sonntagnachmittag:
Der Sportplatz ist aufgrund der Sportwoche gut gefüllt und ich freue mich in viele lächelnde Gesichter zu schauen. Obwohl mit Erik Wedemeyer, Michael Ludwig, Patric Bode und Niklas Kurschatke noch vier Leute fehlen, sind wir ausgezeichnet besetzt und wollen die ersten drei Punkte.

Das Spiel beginnt trotzdem nervös. Bereits in der ersten Minute teste ich mit einem riskanten Rückpass, ob unser Keeper Denis Mylius schon wach ist. Nach schwachen ersten Minuten sind wir dann besser im Spiel und schaffen es Harztor 2 möglichst in der gegnerischen Hälfte zu halten.
Es dauert aber bis zur 40. Minute ehe wir in Führung gehen. Nach einem Eckstoß versenkt Steffen Kranisch einen Volleyschuss aus 20m im gegnerischen Gehäuse – Tor des Tages! Bis dahin hatte die Abwehr der Gäste kaum etwas zugelassen und die Angreifer des TSC bissen sich die Zähne aus.

Nach diesem Dosenöffner geht es in die Pause. Der Trainer ist sich sicher, dass sich im zweiten Durchgang unser guter Fitnessstand auszahlen wird. Die Gäste vom SC Harztor kommen trotzdem wieder besser aus der Kabine. Nach einem wackeligen Wiederbeginn folgt dann aber die beste Phase des TSC. In der 70. Minute gibt es dann den verdienten Lohn, als Patrick Ulrich einen Eckball am langen Pfosten im Kasten des Gegners unterbringt. Zuvor waren Michael Schlodder für Gerrit Armbrecht und Arne Wedemeyer für Alex Duda ins Spiel gekommen.

Eine Unaufmerksamkeit nach einem Eckball der Harztorianer (?) sorgt in der 75. Minute für den überraschenden Anschlusstreffer durch Marco Wildner. Dieser Treffer verfehlt seine Wirkung nicht und der TSC hat Mühe den Lohn für den bisherigen Aufwand nicht zu verspielen. Für diesen Aufwand steht am Sonntag unter anderem Kevin Bergmann, der in der 80. Minute nach grob geschätzten 18,7km Laufleistung mit Krämpfen in beiden Beinen gegen Dennis Meister ausgewechselt werden muss.

Kurze Zeit später dann die Entscheidung. Arne Wedemeyer wird auf der linken Seite freigespielt und spielt den Ball scharf vor das Tor. Und da ist er: Mein persönlicher Glücksmoment… 3:1 durch Tim Launhardt. Als Maxi Ludwig in der 87. Minute noch das 4:1 erzielt, neigt sich ein ordentliches Spiel des TSC dem Ende entgegen. Nach dem Abpfiff dann ein weiterer Moment, der mir in den letzten Wochen gefehlt hat: Trikot aus, Schuhe aus, Schienbeinschoner aus und ein schönes, kaltes Bier ?

Der Aufwand und der Verzicht hat sich gelohnt.
Am kommenden Sonntag sind wir beim VfL Olympia 08 Duderstadt zu Gast. Es wäre schön, wenn wir dann auch in viele Dorster Gesichter blicken würden!

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