18.05.2017

Das Finish im Norden

Kreisliga-Nord: Bericht zum äußerst spannenden Titelrennen in der Spielklasse

Spannend wie schon lange nicht mehr ist in dieser Saison der Kampf um die Meisterschaft in der Kreisliga Nord. Während die Abstiegsfrage so gut wie geklärt ist, buhlen an der Tabellenspitze mit dem SV Germania Breitenberg und dem SV Rotenberg die beiden dominierenden Mannschaften um den ersten Platz und den damit verbunden Aufstieg in die Bezirksliga.

Von Arne Hoffschlaeger

Vier Spieltage vor dem Saisonende stehen die beiden Teams mit 51 Zählern punktgleich ganz oben in der Tabelle. Nur aufgrund des besseren Torverhältnisses hat der Bezirksliga-Absteiger aus Breitenberg die Nase vorn. Die Eichsfelder haben aber bereits eine Partie mehr als die Rotenberger bestritten. Während der SVR am vergangenen Wochenende seine Begegnung in Dorste gewann, patzten die Germanen beim 0:3 gegen Eintracht Hahle und gerieten im Meisterschaftsrennen ins Hintertreffen.

Rotenberg-Coach Tobias Dietrich

Dennoch haben beide Mannschaften den Titel in eigenen Händen. Denn am Freitag, den 2. Juni treffen sie im direkten Duell in Rhumspringe aufeinander. Sollten die Rotenberger sich aber im Halbfinale des Kreispokals gegen Groß Ellershausen/Hetjershausen durchsetzen, würden sie am 3. Juni im Finale spielen. Dann müsste das Spitzenspiel verlegt werden.
Im Hinspiel trennte man sich im direkten Duell 1:1. Breitenbergs Trainer Oliver Gräbel erwartet eine ähnliche Partie. „Ich sehe die beiden Teams auf Augenhöhe. Die Tagesform dürfte das Duell entscheiden.“ Ähnlich sieht es auch Tobias Dietrich, Trainer des SV Rotenberg. „Sie haben ein sehr ausgeglichenes Team und stehen nicht umsonst da oben“, sagt Dietrich, der vor allem seinen ehemaligen Spieler Kevin Wodarsch lobt. „Er ragt aus einer starken Mannschaft heraus.“. Der Stürmer ist aktuell mit 24 Treffern bester Torschütze der Liga. Erst zu Saisonbeginn wechselte er vom SVR auf den Breitenberg.

Breitenberg-Trainer Oliver Gräbel

Gräbel weist aber darauf hin, dass es neben dem direkten Duell auch noch weitere Spiele gibt. „Wir müssen erstmal die anderen Partien gewinnen.“ Mit Bad Sachsa und Dorste hat Breitenberg zwei vermeintlich leichte Gegner vor dem Spitzenspiel. Danach gastiert noch der SV Scharzfeld auf dem Breitenberg. „Egal wer in der Phase kommt, wir dürfen uns keine Blöße geben“, warnt Gräbel, der Scharzfeld aber als schwerste der drei Aufgaben sieht. „Dort haben wir uns im Hinspiel schon schwer getan.“
Auch der SV Rotenberg muss noch gegen die Sandhasen antreten. Am kommenden Sonntag erwartet man den SVS in Pöhlde. „Das wird eine harte Nuss. Aber auch die anderen Partien sind schwer“, sagt Tobias Dietrich, der mit seiner Mannschaft noch zweimal gegen Hattorf und am vorletzten Spieltag auswärts gegen die Tuspo-Reserve antreten muss. Hinzu kommt in der nächsten Woche noch das Pokalspiel in Groß Ellershausen. Hier will der Coach aber Spieler für das Titelrennen schonen.
Denn der SV Rotenberg hat nach der Breitenberger Niederlage die besseren Karten. „Sie haben uns den Ball zugespielt. Jetzt müssen wir die Chance nutzen“, sagt Dietrich, der aber weiß, dass die verbleibenden Partien auch reine Kopfsache für seine Spieler sind. „Wir wissen, dass wir uns keinen Ausrutscher erlauben dürfen, wenngleich natürlich der Druck bei den Breitenbergern höher ist.“

Sein Gegenüber sieht das ähnlich. „Durch die Niederlage gegen Hahle sind wir ins Hintertreffen geraten. Jetzt müssen wir liefern“, so Oliver Gräbel, der aber nicht Nervös wird. „Ich hab schon etliche solcher Situation erlebt.“ Die Rotenberger schätzt er als sehr kompaktes Team ein. „Das ist ein überdurchschnittlicher Kreisligist mit guten Einzelspielern wie Daniele Galluzzi“, sagt der Breitenberger Coach.
In der Woche vor dem entscheidenden Spiel haben die beiden Trainer nicht besonderes geplant. „Sicherlich wird es bei meinen Spielern anfangen zu kribbeln. Wir werden aber ganz normal zweimal in der Woche trainieren“, sagt Oliver Gräbel. Auch Tobias Dietrich wird seine Mannschaft „ganz normal vorbereiten. Wir machen nicht mehr oder weniger“. Dem Spitzenspiel steht also nichts mehr im Wege. Am 2. Juni wird dann also voraussichtlich die Entscheidung fallen, wer Meister der Kreisliga Nord wird und in der nächsten Saison in der Bezirksliga spielen wird – Breitenberg oder Rotenberg.

Restprogramm Breitenberg
21.5 – VfB Bad Sachsa (H)
26.5 – TSC Dorste (A)
2.6. – SV Rotenberg (A)
11.6. – SV Scharzfeld (H)

Restprogram Rotenberg
21.5. – SV Scharzfeld (H)
26..5 – FC Merkur Hattorf (H)
2.6. – SV Germania Breitenberg (H)
11.6. – Tuspo Petershütte II (A)
18.6. – FC Merkur Hattorf (A)

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